Achten Sie auf Zink! Auch Ihrem Herz zuliebe

Zink ist für unsere Gesundheit essentiell. So hält das Spurenelement etwa das Immunsystem fit. Auch unser Lebensmotor braucht stets genug davon.

Zink ist essentiell, also lebensnotwendig für uns.

Zink ist vor allem deshalb so wichtig, weil es die Zellen vor oxidativem Stress beschützt. Wer diesen Stress anrichtet, sind die sogenannten freien Radikale. Dabei handelt es sich aggressive Sauerstoffteilchen, die großen Schaden verursachen. Heute weiß man, dass sie an vielen Krankheitsprozessen beteiligt sind und auch unsere Gene angreifen. Die Stoffe, die dem gefährlichen Treiben der freien Radikale entgegentreten, sind Antioxidantien. Eines der wirksamsten unter ihnen ist Zink.

Zinkmangel gefährdet die Zellen

Steht in den Zellen unseres Körpers zu wenig an Zink zur Verfügung, kann den freien Radikalen nicht mehr ausreichend Paroli geboten werden. Dank dem Zinkmangel haben sie jetzt ein leichtes Spiel. Sie können ungebremst Zellen und Gewebe attackieren. Starker Zinkmangel ist allerdings glücklicherweise selten. Viel häufiger sind dagegen latente Unterversorgungen – sprich, es besteht dauerhaft ein leichter Mangel an Zink. Dieser wirkt sich ebenso schädlich auf die Gesundheit aus.

Herz besonders anfällig

Zinkmangel beeinträchtigt viele Abläufe in unserem Körper. Besonders zu schaffen macht er jedoch dem Herz – bekanntlich ein Hochleistungsorgan. Am meisten leidet der Herzmuskel. Kein Wunder, denn er hat die mit höchste Stoffwechselaktivität im Körper. Das bringt leider mit sich, dass hier besonders viele freie Radikale entstehen. Erschwerend hinzu kommt, dass sich der Herzmuskel ausgerechnet noch weniger gut gegen freie Radikale wehren kann – seine sogenannte antioxidative Kapazität ist geringer als die anderer Gewebe. Deshalb ist dieser Muskel für die Attacken der freien Radikale so besonders anfällig.

Gehalt an Zink beeinflusst das Herz

Wie sehr sich die Konzentration an Zink im Körper auf das Herz auswirkt, zeigte auch eine Studie der Technischen Universität München (TUM)*: Parallel zum schwindenden Zinkgehalt gerät der Herzmuskel immer mehr unter oxidativen Stress. Der Zinkstatus des Körpers ist mithin ausschlaggebend für die Fähigkeit des Herzens, mit dem Stress durch freie Radikale umzugehen. Je weniger gut ihm das gelingt, desto gefährdeter ist es, zu erkranken. Zudem aktiviert der Mangel an Zink Gene, die für den programmierten Zelltod verantwortlich sind. Was der Herzgesundheit ebenfalls nicht förderlich ist … Erst nach ein paar Tagen gelingt es dem Herzmuskel, sein Zinkdefizit auszugleichen. Das jedoch geht zu Lasten anderer Organe: Was an dem Spurenelement fehlt, schnappt das Herz dem Immunsystem, der Leber, den Nieren und der Bauchspeicheldrüse weg. Somit leidet nicht nur der Herzmuskel unter einer mangelhaften Versorgung mit Zink.

* Brugger D. Short-Term Subclinical Zinc Deficiency in Weaned Piglets Affects Cardiac Redox Metabolism and Zinc Concentration, Journal of Nutrition 2017. DOI: 10.3945/jn.116.240804
http://jn.nutrition.org/content/early/2017/02/15/jn.116.240804.full.pdf
Foto: © ratmaner – Fotolia

 

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