Bärig gute neue Beeren!

In der Sommerzeit ist Hochsaison für Beeren. Fans davon können sich freuen: Erfolgreiche Kreuzungen bringen neue Sterne in den Beerenhimmel.

Beeren sind enorm vielseitig.

Die Mischung macht’s – das gilt auch für Beeren. Aus den Kombinationen verschiedener Arten von ihnen ergeben sich tolle Newcomer im Obstgarten. Dazu gehören unter anderem Tay-, Logan- und Boysenbeeren.

Sie sind derzeit noch wenig bekannt bei uns Verbrauchern. Doch das wird sich rasch ändern. Denn die neuen Beeren überzeugen nicht nur geschmacklich, sondern auch inhaltlich.

Beeren lassen sich bestens kreuzen

Him-, Brom-, Johannis- und Stachelbeeren – sie sind die „Rohstoffe“ für wunderbare neue Beerenarten. Es gibt Beeren, die aus einer Kreuzung zwischen beiden Beerenarten hervorgegangen sind. Sie unterscheiden sich nur hinsichtlich ihres Anteils beider Kreuzungspartner. Während Taybeeren und Loganbeeren zu gleichen Teilen Himbeere und Brombeere sind, ist die Boysenbeere mehr Brom- als Himbeere, da sie aus einer Kreuzung zwischen Brombeere und Loganbeere entstanden ist. Im Vergleich zu ihren „Eltern“ sind die aus ihnen hervorgegangenen Kreuzungen noch relativ jung. Botanisch werden heute alle drei als Rubus loganobaccus bezeichnet.

Steckbriefe der Neuen

Die Taybeere ist eine Kreuzung aus Brombeere Aurora (Rubus fruticosus) und tetraploider
Himbeere (Rubus idaeus). Sie entstand Anfang der 1960er Jahre in Schottland und erhielt ihren Namen nach dem Entstehungsort, dem schottischen Fluss Tay. Ihre länglichen und dunkelroten Früchte sind etwa drei bis vier Zentimeter lang und ähneln mehr den Him- als den Brombeeren. Das trifft auch auf die Früchte der Loganbeere zu, einer Kreuzung der Brombeere Aughinbough (Rubus ursinus) und Himbeere Red Antwerp (Rubus idaeus). Die Früchte sind etwas fester und
säuerlich. Die Loganbeere ist eine zufällige Kreuzung, die 1881 im Garten des kalifornischen Richters J. H. Logan entdeckt und nach diesem benannt wurde. Um 1920 wurde die Loganbeere dann von Rudolph Boysen in Kalifornien mit der Brombeere (Rubus baileyanus) gekreuzt. Daraus entstand dann die Boysenbeere. Ihre Früchte sind ebenfalls groß, tief purpurrot, weich und sehr aromatisch.

All die Neuen haben einen säuerlichen, sehr erfrischenden Geschmack. Die Taybeere ist darüber
hinaus noch fruktosearm und wird daher häufig auch bei Fruktoseunverträglichkeit vertragen. Alle drei Beerenarten sind hervorragend für den Frischverzehr geeignet. Sie lassen sich auch gut für Desserts und als Kuchendekoration verwenden oder zu Konfitüre, Fruchtsoßen und Saft verarbeiten. Wer sie nicht direkt frisch isst, kann sie im Kühlschrank für ein bis zwei Tage lagern.
Die druckempfindlichen und schnell verderblichen Früchte lassen sich allerdings auch sehr gut einfrieren.

Foto: © janadjan – Fotolia.com
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