Besseres Gedächtnis durch Fisch

Vermehrtes Fischessen kann das Gedächtnis stärken und seinem Abbau vorbeugen: Je mehr Fisch, desto besser die geistige Fitness im Alter.

Sie sind auch für unser Gedächtnis sehr gut.

Fisch ist ja für vieles gut – allen voran dank seiner mehrfach ungesättigten Fettsäuren, den Omega-3 Fettsäuren. Aktuellen Befunden zufolge verbessert er sogar das geistige Altern. Diese guten Aussichten untermauern nun auch die Daten einer großen Übersichtsstudie. Die Epidemiologin und Alzheimerforscherin Dr. Samieri untersuchte darin, ob regelmäßiger Fischkonsum Einflüsse auf die geistige Fitness im Alter hat.

 

Was bringt Fischessen dem Gedächtnis?

Eine ganze Menge, wie die Wissenschaftlerin und ihr Team feststellten. Sie hatten die Ernährungs- und Denkleistungsdaten von 23.688 Personen im Alter von mindestens 65 Jahren ausgewertet. Der Großteil von ihnen, 88 Prozent, waren Frauen. Die Personen und ihre geistige Entwicklung wurden im Mittel über 4 bis 9 Jahre beobachtet, um mögliche Vorteile von Fischliebhabern bei der geistigen Alterung zu ermitteln. Die Forscher fanden heraus, dass regelmäßiger Fischkonsum sowohl den Abbau der generellen Denkleistung als auch vom Gedächtnis verzögerte.

Fisch verjüngt geistig

Bei Menschen, die mehr als viermal pro Woche Fisch aßen, war das Gedächtnis so gut, dass diese einem Altersunterschied von vier Jahren entsprach. Die Fischesser waren also geistig verjüngt. Für die generelle Denkleistung hatte Fisch zudem noch auch positive Effekte. Das Gehirn von Fischliebhabern scheint offenbar besser zu altern, schlussfolgern Dr. Samieri und ihre Kollegen. Dieser Verjüngungseffekt war unabhängig von genetisch erkannten, individuell erhöhten Risiken für Alzheimer.

*Samieri C. et al. Fish intake, genetic predisposition to alzheimer’s disease and decline in global cognition and memory in five cohorts of older persons. Am J Epidemiol. October 2017. doi:10.1093/aje/kwx330.

Foto: © Harald Schottner – pixelio.de
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