Falsche Ernährung macht depressiv

Kann man sich depressiv essen? Ja, laut aktuellen Daten: Die Art der Ernährung kann sich direkt auf die Psyche auswirken.

Auch die Ernährung kann depressiv machen.

Die Hinweise darauf, wie sich entzündungsfördernde und entzündungshemmende Eigenschaften unterschiedlicher Ernährungsweisen auf die Psyche auswirken, mehren sich seit Jahren. Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Ernährung über ihren Effekt auf entzündliche Vorgänge im Körper die Psyche beeinflusst. Wie sich das auf ein Risiko für psychische Probleme auswirkt, untersuchten Wissenschaftler nun im Iran*.

 

Depression durch Essen gibt es wirklich

3.363 Menschen nahmen an der Studie teil. 28 Prozent der Teilnehmer (943 Menschen) litten unter Depressionen, 13,3 Prozent (448 Menschen) waren von Ängsten betroffen und 22,6 Prozent (760 Menschen) zählten als psychisch belastet. Die Analyse kam zu dem Ergbnis, dass im Vergleich zu Menschen mit gesunder Ernährung die Menschen mit besonders entzündungsfördernder Ernährung die höchsten Werte im depressiven Anteil der Befragungen erreichten. Diese ungesünder ernährte Gruppe litt zudem signifikant stärker unter Ängsten und war häufiger allgemein psychisch belastet als ihre Kollegen mit stärker entzündungshemmender Ernährungsweise. Entsprechend war auch das Risiko für psychische Probleme bei den Teilnehmern mit besonders entzündungsfördernder Ernährung erhöht im Vergleich zu den Menschen, die sich besonders gesund ernährten. Dies galt sowohl für Depression als auch für Ängste oder nicht näher definierter psychischer Belastung.

Schlechter ernährt, stärker depressiv oder angstvoll

Die Autoren schließen aus ihren Ergebnissen, dass eine entzündungsfördernde Ernährung messbare Nachteile für die psychische Gesundheit hat und das Risiko für Depressionen und Ängste erhöht. Demnach mehren sich die Hinweise, dass man sich eventuell depressiv essen, oder zumindest die psychischen Probleme durch Nahrung verstärken kann.

*Adibi P. et al. Association between dietary inflammatory index and psychological profile in adults. Clin Nutr. 2019;38(5):2360-2368. doi:10.1016/j.clnu.2018.10.015
Foto: © hikron /Fotolia.com
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