Multitalent Magnesium

Magnesium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe unseres Körpers – unverzichtbar für viele Abläufe. Deshalb sollten wir auf unseren Magnesiumspiegel aufpassen.

Magnesium ist multitalentiert.

Das Element mit dem Kürzel Mg besitzt eine Schlüsselfunktion in unserem Körper – unter anderem hat es bei allen Abläufen des Stoffwechsels seine Finger mit im Spiel. Anders könnte die stattliche Zahl von dreihundert Enzymreaktionen nicht ablaufen. Magnesium ist zudem Anti-Stress-Mineral und Balsam für die Nerven. Weiterhin ist es ein regelrechtes Elixier für das Herz, das den Lebensmuskel jung und leistungsfähig erhält. Sehen wir uns die wichtigsten Talente dieses Minerals an.

Herzschutzfaktor

Einer der wichtigsten Einsatzgebiete von Magnesium sind Erkrankungen des Herzens und deren Vorbeugung. Dazu setzt der Mineralstoff seine Hebel auf mehreren Ebenen an. Er senkt einen zu hohen Blutdruck, kurbelt die Durchblutung an, verbessert die Sauerstoffversorgung in den Herzmuskelzellen, weitet die Blutgefäße und verdünnt das Blut. So kann das Mineral auch wirksam vor einem Herzinfarkt schützen: Je höher der Magnesiumspiegel, desto geringer das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben. Demzufolge gehört die Gabe dieses Minerals bei Herz-Kreislauf-Krankheiten heute zum medizinischen Standard.

Anti-Stress-Mineral

Magnesium schützt vor den negativen Auswirkungen von Stress und Hektik. Es hemmt die Freisetzung des Stresshormons Adrenalin und stärkt die Stressresistenz. Denn der Mineralstoff bringt ein hochtourig laufendes zentrales Nervensystem in kurzer Zeit zur Ruhe. Indem Magnesium die Nerven zu Drahtseilen macht, stärkt es auch das Herz.

Energiequelle

Jede Zelle des Körpers ist in ihrem Energiehaushalt auf Magnesium angewiesen – es ist damit Dreh- und Angelpunkt der Fitness. Die Produktionskraft der Kraftwerke in den Zellen, der Mitochondrien, damit der Energielevel, ist direkt proportional zur Menge an dem Mineralstoff im Blut. Sind die Speicher nur halb gefüllt, haben die Muskeln auch nur halb so viel Kraft. Sie ermüden rascher und quälen uns mit Krämpfen. Der Herzmuskel und dessen Stoffwechsel leiden ebenso und kommen mitunter ins Stolpern. Magnesiummangel lässt allerdings nicht nur die Muskelkraft, sondern die gesamte Leistungsbereitschaft erlahmen.

Stimmungsmacher

Magnesium ist weiterhin wichtig zum Austarieren der psychischen Waagschalen. Sind die Reserven daran erschöpft macht sich das schnell durch innere Unruhe, erhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche und schlechten Schlaf bemerkbar. Magnesiummangel hat aber auch häufig Depressionen zur Folge. Denn das Mineral mildert, was die Seele verdüstert: emotionalen Stress durch anhaltende Überforderung, ungelöste Konflikte und andere seelische Belastungen.

Magnesium Fehlanzeige?

Schnell schlapp, nicht mehr so leistungsfähig wie gewohnt, die kleinsten Kleinigkeiten regen auf, das Stimmungsbarometer ist des Öfteren unten und neuerdings immer wieder Wadenkrämpfe. Magnesiummangel? Könnte gut sein, denn der ist weit verbreitet – mehr als man meint. In den vermeintlich gut versorgten Industrienationen ist es um das so wichtige Mineral nicht gut bestellt. Experten warnen seit geraumer Zeit, dass hier „die Zufuhr aus der täglichen Nahrung suboptimal“ ist. „Suboptimal“ ist weiterhin, dass ein Mangel oft nicht rechtzeitig erkannt wird.

Sich auf die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von 300 bis 400 Milligramm täglich zu verlassen, birgt Risiken. Denn jeder Mensch hat einen unterschiedlichen Bedarf an Magnesium. Der Grund dafür liegt sehr wahrscheinlich in den Genen: In unseren Erbinformationen ist festgeschrieben, wie gut wir Magnesium aufnehmen können und wie viel unser Körper mithin davon benötigt. Allgemeine Empfehlungen machen deshalb auch wenig Sinn.

Typische Symptome für einen Mangel

Ob genügend Magnesium vorhanden ist, zeigt uns der Körper selbst: Anhand einer ganzen Reihe von Erscheinungen, die sich bei einem Mangel an Magnesium einstellen. Die Reihenfolge der Mangelerscheinungen entspricht ihrer Aussagekraft: Sie nimmt von oben nach unten ab.

  • Muskelkrämpfe
  • Kribbeln in Händen und Füßen
  • erhöhte Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressivität
  • Konzentrationsschwäche
  • Herzstechen und Herzjagen
  • Schwindel

Magnesiumreiche Nahrungsmittel

Mit unserem “täglichen Brot” ist es nicht so einfach, ausreichend Magnesium aufzunehmen. Doch mit einer bewussten Zusammenstellung des Speisezettels lässt sich einiges im Magnesiumsoll aufstocken. Das Loch, das dann noch klafft, stopft ein Magnesiumpräparat. Eines noch gleich vorab: Sehr gute Lieferanten sind Mineralwässer. Wie ihr Name schon sagt, bringen sie Schluck für Schluck Mineralstoffe in unseren Körper, damit auch Magnesium. Deshalb immer auf dem Etikett bei der Zusammensetzung auf Mg achten.

Hier die Spitzenreiter unter den Magnesium-Lieferanten:

  • alle grünen Gemüse
  • Aprikosen (getrocknet)
  • Datteln
  • Feigen (getrocknet)
  • Nüsse
  • Sojabohnen und Produkte daraus
  • Weizenkeime
Foto: © cegli – Fotolia.com
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