Schwangere esst viel Fisch!

Besonders Schwangere sollten zweimal pro Woche Fisch essen. Denn kein anderes Lebensmittel liefert so viel für das Baby essentielle Omega-3-Fettsäuren.

Schwangere brauchen viel Fisch.

Zweimal pro Woche Seefisch, davon einmal eine fettreiche Art – das ist in Sachen Ernährung eine der wichtigsten Empfehlungen für Schwangere. Ausgesprochen von der Deutschen Gesellschaft Ernährung (DGE) und des Bundesverbands der Frauenärzte (BVF). Warum? Weil kaum ein anderes Lebensmittel auch nur annähernd die gleiche Menge an ungesättigten Fettsäuren, vor allem die beiden essentiellen Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eikosapentaensäure (EPA) enthält.

Schwangere brauchen viel Omega-3-Fettsäuren

EPA und DHA werden von unserem Körper wie ein Vitamin gebraucht. Das gilt besonders für heranwachsendes Leben. Denn diese Omega-3-Fettsäuren werden beim Aufbau der Zellmembranen benötigt, sind unerlässlich bei der Entwicklung des Gehirns und der Sehkraft und agieren als Bausteine für viele Proteine. Diese regulieren unter anderem wichtige Immunreaktionen. Da der Körper DHA und EPA kaum aus anderen Bausteinen selbst herstellen kann, benötigt er Unterstützung. Nämlich aus viel Fisch auf dem Teller oder aus Nahrungsergänzungsmitteln.

Schwangeren wird empfohlen, pro Tag durchschnittlich 200 mg DHA zu sich nehmen und zusätzlich EPA in etwa gleicher Menge – insgesamt also rund 450 mg DHA plus EPA täglich. Das entspricht wöchentlich ein- bis zweimal eine Mahlzeit mit etwa 300 Gramm fettreichem Fisch. Dazu gehören beispielsweise Lachs, Hering und Makrele. Fettarme Seefische wie etwa Seelachs und Rotbarsch enthalten auch diese wichtigen ungesättigten Fettsäuren, allerdings in deutlich geringeren Mengen.

Kann eine Schwangere es nicht schaffen oder schlichtweg nicht mögen, regelmäßig reichlich Fisch zu essen, helfen Nahrungsergänzungsmittel weiter. Besonders empfehlenswert sind Präparate – meist in Kapselform – mit Fischöl. Diese liefern ausreichende Mengen an DHA und EPA. Auch Öl aus Algen enthält diese Omega-3-Fettsäuren. Eine Alternative für alle werdenden Mütter, die sich rein vegan ernähren.

Foto: © waragic / fotolia.com
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