Arteriosklerose – Sprengstoff im Blutgefäß

Arteriosklerose geistert als Schreckgespenst durch die Industrienationen: Die Verkalkung der Arterien stellt eine enorme Bedrohung für Herz und Gehirn dar.

Arteriosklerose nimmt ihren Anfang an den Gefäßwänden.

Arterienverkalkung nimmt stetig zu. Auch hierzulande: Jeder dritte Bundesbürger jenseits der Vierzig ist bereits davon betroffen. Eine Zeitbombe, die still und unmerklich tickt. Denn ähnlich wie Bluthochdruck bleibt sie lange unbemerkt. Erst wenn die Schäden an den Blutgefäßen fortgeschritten sind, gibt sie sich mit ihrer ganzen Zerstörungskraft zu erkennen.

Auslöser arbeiten zusammen

Der Entstehung der Arteriosklerose liegt ein komplexes Netzwerk an Ursachen zu Grunde. Ebenso wie bei bösartigen Tumorerkrankungen sind es keine isolierten Auslöser, die den prekären Prozess in Gang setzen. Vielmehr wird die Gesundheit der Gefäßwände durch das Zusammenspiel mehrerer Risikofaktoren geschädigt. Dabei addieren sich Einzelrisiken wie beispielsweise Bluthochdruck, Rauchen oder zu viel schlechte Blutfette nicht einfach, sondern potenzieren sich gegenseitig – so schrauben sie das Gesamtrisiko drastisch in die Höhe. Auch steigendes Alter und genetische Veranlagung fördern die Entwicklung der Arteriosklerose.

Tatort Gefäßwand

Im Mittelpunkt des atherosklerotischen Geschehens steht die Gefäßwand, medizinisch Endothel genannt. Es wird heute als Organ für sich gesehen und spielt eine Schlüsselrolle bei der Arteriosklerose. Denn es setzt eine Reihe von Stoffen frei, die das betreffende Blutgefäß gesund erhalten und die Durchblutung regulieren. Stickstoffmonoxid hat dabei eine zentrale Bedeutung. Es sorgt dafür, dass sich das Gefäß zusammenziehen und dehnen kann, schützt vor Thrombosen und hemmt freie Radikale. Auf diese Weise trägt Stoffstoffmonoxid ganz maßgeblich zur Aufrechterhaltung der Funktionen des Endothels bei. Diese können kardiovaskuläre Risikofaktoren jedoch nachhaltig stören. Das gesunde Gleichgewicht an der Gefäßwand entgleist und die Verkalkung nimmt ihren Lauf. Die erste Station auf dieser gefährlichen Reise ist die endotheliale Dysfunktion. Aus dieser lassen sich wertvolle Schlüsse ziehen: Je eher dieses Warnsignal gehört wird, desto besser kann das Entstehen der Arteriosklerose gestoppt werden. Eine Unterarmflussmessung kommt den anfänglichen Gefäßveränderungen einfach auf die Spur.

Arteriosklerose vorbeugen und stoppen

Konsequentes  Reduzieren der Risikofaktoren wie etwa zu hoher Blutdruck beugt der Arterienverkalkung wirksam vor und kann sie in ihrer Entwicklung aufhalten. In der Praxis bedeutet das meist auch eine Änderung des Lebensstils: Nicht (mehr) rauchen, eventuelles Übergewicht abbauen und ausreichend bewegen. Am wichtigsten zum Gefäßschutz sind Messer und Gabel. Denn mit der richtigen Ernährung lässt sich enorm viel gegen die Arteriosklerose ausrichten. Die Ablagerungen, Plaques, servieren wir uns nämlich überwiegend selbst. Allen voran durch schlechte Fette mit gesättigten Fettsäuren und Transfettsäuren. Die Formel dagegen lautet „mediterrane Ernährung“. Sie vereint alle jene Nahrungsfaktoren, die wirksam vor Arteriosklerose schützen können.

Foto: © hywards – Fotolia
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