Hörprobleme können dem Herz schaden

Hörprobleme können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Grund dafür sind die vermehrten psychischen Belastungen, die durch das schlechte Hören entstehen.

Hörprobleme können an Herz und Blutgefäße gehen.

Unsere Gesundheit hängt von vielen Faktoren ab, deren Zusammenspiel oftmals schwierig zu durchschauen ist. So kann ein Problem zum nächsten führen. Hörprobleme können beispielsweise zu psychischen Belastungen führen, die wiederrum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können.

US-Wissenschaftler vermuteten daher, dass sich Hörprobleme indirekt negativ auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken. Um diesen Verdacht zu überprüfen, führten sie eine entsprechende Studie durch*. Dabei werteten sie die Daten von über 600.000 Erwachsenen aus.

Hörprobleme erhöhen das Herz-Kreislauf-Risiko

83 Prozent der Untersuchten gaben an, dass sie gut oder exzellent hörten. 14 Prozent der Studienteilnehmer berichteten hingegen von leichten bis moderaten Problemen beim Hören, während drei Prozent nach eigenen Angaben starke Probleme mit dem Hören hatten oder taub waren. Die Wissenschaftler konnten einen Zusammenhang zwischen Hörproblemen und dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen feststellen. Im Vergleich zu Personen ohne Einschränkungen im Hörvermögen hatten die Personen, die von Hörproblemen berichteten, ein größeres Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Zudem standen Hörprobleme mit psychischen Belastungen im Zusammenhang. Wenn diese in den statistischen Berechnungen berücksichtigt wurden, war der Zusammenhang zwischen den Hörproblemen und den Herz-Kreislauf-Erkrankungen geringer, was darauf hindeutete, dass dieser Zusammenhang zumindest teilweise durch die psychischen Belastungen, die mit den Hörproblemen einhergingen, vermittelt wurde.

*Francis A. L. et al. Relationships Among Self-Reported Hearing Problems, Psychological Distress, and Cardiovascular Disease in U.S. Adults, National Health Interview Survey 1997-2017. J Speech Lang Hear Res. 2019 Jul 24:1-10. doi: 10.1044/2019_JSLHR-H-18-0511.

Foto: © olly – fotolia.com

 

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