Hoher Blutdruck, schlechte Denkleistung

Je höher der Blutdruck, desto schlechter ist die Denkleistung im Alter. Bluthochdruck ist also ein Risikofaktor, an Demenz zu erkranken.

Der Blutdruck beeinflusst die Denkleistung.

Ein zu hoher Blutdruck spielt als Risikofaktor eine enorme Rolle. Zunächst natürlich für Herzerkrankungen wie beispielsweise die koronare Herzkrankheit, kurz KHK. Doch auch bei der Entwicklung anderer Erkrankungen kann Bluthochdruck seine Finger im Spiel haben. Das gilt unter anderem für die Demenz, wie sich nun zeigt.

Hängen Blutdruck und Denkleistung zusammen?

Dieser Frage gingen Forscher im Rahmen der großen Shanghai Aging Study, der Studie zum Altern in Shanghai*, nach. Die Daten hierzu wurden von über 3.300 Teilnehmern der Untersuchung im Alter von zwischen 60 und 85 Jahren gewonnen. Neurologen schätzten nach internationalen Kriterien ein, ob die Teilnehmer eine normale Denkleistung hatten, leichte Beeinträchtigungen aufwiesen oder bereits unter einer Demenz litten.

Die Auswertung zeigte eindeutig, wie stark sich der Blutdruck auf die Hirnleistung auswirkt. Denn Dauer und Höhe des Bluthochdrucks gingen bei tausenden Teilnehmern mit stärkeren Beeinträchtigungen der Denkleistung einher. Und dies selbst nach Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gewicht (BMI), Depressionen und Herzerkrankungen, Diabetes und Schlaganfall.

Entsprechend sollte gerade im Alter stärker auf das Blutdruckmanagement geachtet werden, um die Denkleistung möglichst lange zu erhalten.

*Liang X. et al. Hypertension and high blood pressure are associated with dementia among Chinese dwelling elderly: The Shanghai aging study. Front Neurol. 2018;9(SEP). doi:10.3389/fneur.2018.00664.
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