Mediterrane Ernährung: Genuss mit Mehrwert

Die Mittelmeerküche ist mit das Beste, was man sich servieren kann; im doppelten Wortsinn: sie ist super lecker und sehr gesund.

Gedeckter Tisch in der Abendsonne: Mediterrane Ernährung ist gesund und lecker.

Pasta mit frischen Scampi, Salat von knackigen Tomaten mit bestem Olivenöl und daneben schimmert der Rotwein im Glas … Eine Diät sieht anders aus? Es ist aber eine: Die mediterrane Ernährung gilt als beste “diätetische Maßnahme” zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und andere Gesundheitsinstitutionen empfehlen sie besonders zum Schutz von Herz und Gefäßen.

Medizin auf dem Teller

Der Blick in Europas Kochtöpfe brachte es bereits vor über zwei Jahrzehnten ans Licht: Was in den Mittelmeerländern auf den Tisch kommt, ist geradezu Medizin. Schließlich hatten große Ernährungs-Checks wie die “Sieben-Länder-Studie” Erstaunliches offenbart. Nämlich, dass zwischen Nordeuropa und den Mittelmeerländern deutliche Unterschiede hinsichtlich der Gesundheit bestehen – vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind im Süden Europas seltener.

Heute ist es wissenschaftlicher Konsens: Mediterrane Ernährung wirkt Bissen für Bissen Krankheiten von Herz und Kreislauf entgegen. Grund dafür ist, dass sie Risikofaktoren wie erhöhtes LDL-Cholesterin, Bluthochdruck oder Übergewicht günstig beeinflusst. Auch wer bereits unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, dem bietet die mediterrane Küche die ideale “Krankenkost”. Wobei dies ganz bewusst in Anführungszeichen steht. Denn in der mediterranen Küche gehen Genuss und hoher gesundheitlicher Nutzen Hand in Hand.

Die Mischung macht´s

Was die mediterrane Ernährung so gesund macht, liegt am Zusammenspiel ihrer Zutaten: Eine gelungene Mischung, die Ernährungswissenschaftler entzückt. Denn die traditionelle mediterrane Ernährung serviert neben reichlich Olivenöl eine große Vielfalt pflanzlicher Lebensmittel wie Teigwaren, Gemüse und Salat. Fisch gibt es mehrmals wöchentlich, Fleisch und Wurst dagegen nur selten. Milch und Milchprodukte wie Käse kommen täglich, jedoch in mäßigen Mengen auf den Tisch. Diese Dosierung gilt auch für Wein: Ihn genießt man regelmäßig, jedoch vorwiegend zu den Mahlzeiten.

Aus dieser Zusammenstellung des Speiseplans ergibt sich eine optimale Bilanz. Mediterran essen bedeutet wenig gesättigte Fettsäuren, Transfette und wenig weißen Zucker. Im Gegenzug gibt es viele einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, besonders Ölsäure und Omega-3-Fettsäuren. Ebenfalls sehr positiv ist der hohe Gehalt an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Dazu addieren sich die vielen wertvollen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Warum man am Mittelmeer so gesund is(s)t

Die mediterrane Küche …

  • liefert wenig tierische Fette
  • hat als Hauptfettquelle das gesunde Olivenöl
  • ist reich an Obst und Gemüse und damit an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen
  • schützt wirksam Herz und Blutgefäße
  • senkt hohen Blutdruck
  • wirkt Herzrhythmusstörungen entgegen
  • vermindert das Risiko für Thrombosen
  • reduziert schädliche Blutfette wie LDL-Cholesterin und Triglyceride
  • fördert die Verdauung
  • aktiviert den Stoffwechsel
  • hilft, Übergewicht zu vermeiden

Darf es noch ein bisschen “dolce vita” sein?

Was zwar nichts mit Essen an sich zu tun hat, jedoch ebenso eine wichtige Rolle spielt, ist die viel bewunderte südländische Mentalität. Das süße Leben – einerlei ob “dolce vita” oder “savoir vivre” – fördert die körperliche und seelische Gesundheit. Zur positiven Lebenseinstellung addiert sich die Geselligkeit. Im Süden wird meist in größerer Runde, mit der Familie oder im Kreis von Freunden getafelt. Der so wichtige soziale Kontakt wird also besonders bei den Mahlzeiten gepflegt.

Weitere Infos und jede Menge Rezepte finden Sie auch im Kochbuch der Deutschen Herzstiftung; mehr dazu hier.

Foto: © Santorines – Fotolia

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