Melisse tröstet das Herz

Ihr Volksname “Herztrost” deutet bereits an, wogegen diese Pflanze hilft: nervöse Herzbeschwerden. Denn Melisse beruhigt die Nerven. Ideal, wenn das Herz rast …

Melisse Melissa officinalis L. Nerven Heilpflanze Pflanzenheilkunde Herzgesundheit Phytopharmaka Phytotherapie Baldrian Beruhigungsmittel Schlafstörungen Nervosität StressDer mittelalterliche Volksmund wusste, dass “Melisse das Herz tröstet und dessen Traurigkeit wegbläst”. So nutzte man Rezepturen mit Melisse (Melissa officinalis L.) bei nervösen Herzbeschwerden und zur Entspannung. Auch gegen Schlafstörungen war die Pflanze beliebt.

Wie Melisse hilft

Worauf die beruhigende Wirkung beruht, ist heute geklärt: Die Blätter enthalten ein ätherisches Öl mit Citronellal, Citronellol, Linalool und Citral. Für diese Substanzen sind dämpfende Effekte auf das zentrale Nervensystem nachgewiesen worden. Dafür zeichnen weniger die Einzelbestandteile verantwortlich, als vielmehr deren Zusammenspiel. Entsprechend wird der aus den Blättern der Melisse gewonnene Extrakt meist in Kombination mit Extrakt aus Baldrianwurzeln eingesetzt: bei nervös bedingten Beschwerden und Unruhezuständen.

Im Licht der Wissenschaft

Klinische Studien zu Melissenblättern alleine für sich gibt es bislang keine. Ihre Wirkungen haben sie stets im Verbund mit anderen pflanzlichen Beruhigern wie Baldrian unter Beweis gestellt. Dabei zeigte sich in Studien, dass die Wirksamkeit von Baldrian-Melissen-Extrakten der von synthetischen Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen entspricht.

Anwendung

Der Extrakt wird durch schonende Trocknung der Blätter bei höchstens vierzig Grad Celsius (nur so bleibt das ätherische Öl erhalten) und durch anschließenden Auszug mit Ethanol gewonnen. Er ist meist in Kombination mit Extrakt aus Baldrianwurzeln als Fertigpräparat in Apotheken erhältlich; z. B. Baldriparan Zur Beruhigung, Euvegal Balance, Sedacur forte, Sedariston.

Foto: © Nicolette Wollentin / Fotolia
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