Plötzlicher Herztod: Freizeitsportler gefährdet

Ein plötzlicher Herztod tritt fast ausschließlich bei ambitionierten Freizeitsportlern auf. Um dem vorzubeugen, raten Experten dringend zu regelmäßigen sportmedizinischen Untersuchungen.

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Sport ist Mord? Mitunter kann dies leider zutreffen. Allerdings ist es selten der Fußballstar, der tot auf dem Rasen zusammenbricht: Unter den professionellen Leistungssportlern ist ein plötzlicher Herztod kaum verbreitet. Wie Daten aus einem medizinischen Register* zeigen, sind in der überwiegenden Mehrheit Freizeitsportler betroffen.

Plötzlicher Herztod trifft die Männer

Männer in den besten Jahren sind am meisten gefährdet. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei 47 Jahren. Am häufigsten ereignen sich die Todesfälle bei jenen Sportarten, die hierzulande am populärsten sind: Fußballspielen und Laufen. Die Ursachen für den plötzlichen Herztod sind je nach Alter unterschiedlich. Bei männlichen Sportlern unter 35 Jahren sind meist Herzmuskelerkrankungen, vorzeitige Verkalkung der Herzkranzgefäße und Herzmuskelentzündungen die Auslöser. Bei Sportlern über 35 ist die koronare Herzkrankheit die häufigste Todesursache.

Regelmäßig untersuchen lassen

Immer wieder wird darauf hingewiesen: Wer untrainiert in den Sport einsteigt oder nach längerer Pause wieder aktiv wird, sollte sich unbedingt ärztlich untersuchen lassen. Denn die ungewohnte höhere körperliche Belastung kann Herz und Kreislauf gefährden. Zudem ist Sport bei unentdeckten Herzerkrankungen riskant. Auch ein Infekt mit Bakterien oder Viren erhöht das gesundheitliche Risiko. Profisportler werden deshalb regelmäßig gründlich durchgecheckt – einer der wichtigsten Gründe, warum ein plötzlicher Herztod bei ihnen so selten ist. Die Deutsche und die Europäische Gesellschaft für Kardiologie empfehlen auch Freizeitsportlern dringend regelmäßige Untersuchungen. Solche Tests auf Sporttauglichkeit beinhalten ein eingehendes Gespräch, Blutabnahmen, gründliche körperliche Check-Ups sowie natürlich ein EKG. Wer über 35 Jahre alt ist, sollte zusätzlich zum Ruhe-EKG ein Belastungs-EKG bekommen. Dies gibt Hinweise auf eine mögliche mangelhafte Durchblutung des Herzmuskels und Herzrhythmusstörungen.

Keine Angst vor Sport!

Auch wenn sich die vorangegangenen Zeilen den möglichen Gefahren sportlicher Aktivität widmen: Bitte keine Angst davor, sich körperlich zu bewegen und zu fordern. Der gesundheitliche Nutzen dessen übersteigt etwaige Risiken wie ein Wolkenkratzer einen Gartenschuppen. Das gilt, wie Sie hier auf Journal Herz-Kreislauf immer wieder lesen, insbesondere für die Gesundheit von Herz und Gefäßen. Beherzigen Sie nur stets den Rat, Ihre Fitness regelmäßig ärztlich prüfen zu lassen.

*Sudden Cardiac Death Register
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) 04/2017
Foto: © tverdohlib / fotolia.com
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