Venenleiden: Krampf mit den Adern

Sie zählen zu den häufigsten Krankheiten. Fast jeder Dritte ist bereits von Venenleiden betroffen: Bewegungsmangel, Übergewicht und hohes Alter fordern ihren Tribut.

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Unter dem Begriff Venenleiden versammeln sich verschiedene Erkrankungen dieser Blutgefäße. Die häufigsten sind Besenreiser, Krampfadern, Venenentzündungen und Thrombosen. Während Besenreiser eher kosmetische Probleme sind, können Thrombosen gefährliche Folgen haben.

Venen sind Schwerarbeiter

Die Venen transportieren das Blut zurück zum Herzen. Hier wird es mit Sauerstoff und Nährstoffen angereichert und ab geht es wieder auf große Fahrt durch den Kreislauf. Tag für Tag fließen bei Erwachsenen rund 7.000 Liter Blut ins Herz zurück. Nicht nur das ist Schwerstarbeit für die Venen – auch der stete Kampf gegen die Schwerkraft verlangt ihnen Enormes ab. Besonders schwer haben es die Beinvenen. Denn wenn wir stehen oder sitzen, müssen sie das Blut aufwärts und damit der Schwerkraft entgegen befördern. Wirksame Hilfe leisten ihnen dabei die Venenklappen. Sie verhindern wie Rückschlagventile, dass das Blut wieder zurück fließt. Bei schwachen oder kranken Venen gibt es jedoch ein Problem: Die Venenklappen schließen nicht mehr richtig und das Blut staut sich in den Beinen.

Mit schweren Beinen geht es los

Schwere Beine sind häufig das erste Anzeichen einer Venenerkrankung. Hinzu addieren sich Druck- und Spannungsgefühle in den Beinen, oft auch Druckdellen. Weitere Symptome sind lokale Schwellungen (Ödeme), Kribbeln und Schmerzen. Mitunter treten Juckreiz und Hautveränderungen mit bräunlichen Verfärbungen auf. Auch schlecht heilende Wunden können auf ein Venenleiden hindeuten.

Besenreiser

Bei Besenreisern haben sich kleine, netz- oder fächerförmige Venen nahe der Hautoberfläche krankhaft verändert. Das zeigt sich mal mehr, mal weniger deutlich an blauen oder roten Äderchen in der Haut – überwiegend an den Beinen. Optisch macht sich das nicht so besonders, weshalb besonders Frauen Besenreiser oft entfernen lassen. Manchmal platzen Besenreiser auf, vor allem wenn sie nur einen sehr dünnen Hautüberzug haben. Dabei kann einiges an Blut verloren gehen, weshalb unbedingt ärztliche Hilfe erforderlich ist.

Krampfadern

Ihr Name stammt vom altdeutschen Begriff „Krummader“ ab. Nomen est omen: Krampfadern verlaufen typischerweise krumm, teilweise geschlängelt und stellenweise knotig verdickt. Varikosen, wie Krampfadern medizinisch genannt werden, entstehen wie Besenreiser in den oberflächlichen Venen der Beine. Deshalb sind sie auch so deutlich an der Hautoberfläche sichtbar. Doch nicht nur aus diesem Grund werden die erweitern, defekten Venen häufig entfernt. Sind sie sehr ausgeprägt oder haben einen sehr langen Verlauf, bergen sie durchaus gesundheitlich Risiken; etwa Blutgerinnsel.

Venenentzündungen

Sie bilden sich häufig im Bereich von Krampfadern. Meist ist eine entzündete Vene stark verdickt und daher deutlich tastbar. Gut zu spüren ist auch die Erwärmung der betreffenden Hautstelle durch eine Venenentzündung. Oft ist diese zudem gerötet und schmerzt bei Druck.

Thrombosen

Bei einer Thrombose ist ein Blutgefäß durch ein Blutgerinnsel verstopft. Löst sich das Gerinnsel ab und wird mit dem Blutstrom fortgerissen, wird es gefährlich. Denn es kann in die Lunge gelangen und dort einen Gefäßverschluss herbeiführen. Eine solche Lungenembolie kann tödlich enden.

Deutsche Venen-Liga e.V.

Sehr gute Informationen rund um unsere Venen finden Sie auch auf der Website der Deutschen Venen-Liga e.V. https://www.venenliga.de/. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, fundiert und laienverständlich über die Volkskrankheit Venenleiden wie unter anderem Krampfadern aufzuklären. Damit werden Venenleiden besser verhindert und betroffene Patienten frühzeitig einer qualifizierten Versorgung zugeführt.

Lesen Sie auch auf Journal Herz-Kreislauf: Ärztliche Hilfe bei Krampfadern und Selbsthilfe für gesunde Venen.

Foto: © PeJo / Fotolia
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