Wie Sie Herzschwäche richtig managen

Die Herzschwäche gehört hierzulande zu den häufigsten Gründen für einen Klinikaufenthalt. Meist wäre der jedoch vermeidbar – mit einfachen Maßnahmen.

Aktivität Atemnot Atmung Blutdruck Blutdrucksenker Gewicht Gewichtszunahme Grippe Grippeimpfung Herzleistung Herzmuskel Herzschwäche Medikamente ÖdemeMehr als 300.000 Patienten jährlich führt eine Herzschwäche ins Krankenhaus – vielfach mit Blaulicht im Notarztwagen. Auslöser dafür sind rapide und starke Verschlechterungen der Herzleistung. Sie führen unter anderem zu Kreislaufzusammenbrüchen, bedrohlicher Atemnot oder massiven Wassereinlagerungen im Körper. Dazu muss es allerdings nicht kommen. Nämlich, wenn sich die Betroffenen die Berücksichtigung einiger Dinge zu Eigen machen. Welche das sind, lesen Sie nun.

Regelmäßig Blutdruck messen

Hohe Blutdruckwerte sind für den Herzmuskel enorm belastend: Dadurch muss er das Blut gegen einen erhöhten Widerstand in den Kreislauf pumpen. Messen Sie deshalb regelmäßig, am besten alle zwei Tage, Ihren Blutdruck. So können Sie schnell erkennen, ob Ihre Werte noch in Ordnung sind oder Sie Blutdrucksenker nehmen müssen.

Täglich auf die Waage

Verschlechtert sich die Leistungskraft des Herzmuskels, lagert der Körper vermehrt Wasser ein – oft an den Füßen und Unterschenkeln. Diese sogenannten Ödeme bemerken Sie an einer unerklärlichen Zunahme Ihres Gewichts. Das kann oftmals ganz schnell gehen: Wenn Sie innerhalb von drei Tagen auf einmal zwei Kilo mehr als sonst auf die Waage bringen, sollten Sie handeln. Denn dies kann ein Warnzeichen für eine nachlassende Pumpfunktion Ihres Herzens sein. Suchen Sie dann umgehend einen Arzt auf. Geht die Gewichtszunahme tatsächlich auf Ödeme zurück, kann er sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Kontrollieren Sie also täglich Ihr Gewicht. So sind Sie besser vor einer Einweisung in die Klinik geschützt.

Atemnot? Achtung!

Kommen Sie schneller aus der Puste als früher, bei körperlicher Anstrengung oder vielleicht sogar bereits in Ruhe? Fällt Ihnen das Atmen nachts im Liegen zunehmend schwer? Solche Probleme mit der Atmung sollten Sie sehr ernst nehmen. Denn sie können ein Alarmsignal dafür sein, dass Ihre Herzschwäche schlimmer geworden ist. Lassen Sie Atemnot und andere Atembeschwerden deshalb schnellstmöglich vom Arzt abklären.

Grippeimpfung bei Herzschwäche

Wer unter Herzschwäche leidet, für den ist eine Grippe kritischer als für gesunde Menschen. Lassen Sie sich daher unbedingt gegen Grippe impfen. Wie Sie vielleicht schon einmal gehört haben, sind die Grippeviren wahre Verwandlungskünstler – stetig ändern sie ihre Gestalt und Oberfläche. Aus diesem Grund muss die Grippeimpfung auch jährlich aufgefrischt werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist Ende September bis Mitte November. Damit sind Sie rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison geschützt.

Aktiv bleiben oder werden

Eine immer noch weit verbreitete These ist, dass eine Herzschwäche körperliche Schonung erfordert. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Körperliche Aktivität ist den Betroffenen wärmstens zu empfehlen. Sie verringert das Risiko für Klinikaufenthalte und einen vorzeitigen Tod. Wie Studien ergaben, jeweils um 30 Prozent.

Sorgfalt bei den Medikamenten

Last but not least: Seien Sie gewissenhaft bei der Einnahme Ihrer Medikamente. Schlamperei, Vergesslichkeit oder die Dosis einfach zu reduzieren, sind die häufigsten Gründe dafür, dass die Herzschwäche entgleist. Noch problematischer ist eigenmächtiges Absetzen der Präparate. Das kann das geschwächte Herz nur allzu schnell überfordern – was die Pumpleistung dramatisch drosselt.

Foto: © Julia Shamayaeva / Fotolia
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