Heilerde: Frühjahrsputz im Körper

Manches Hausmittel erzielt erstaunliche Wirkung in der Verdauung: Vor allem Heilerde – sie räumt ordentlich auf in Magen und Darm.

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Heilerde gehört mit zu den ältesten Heilmitteln unserer Volksheilkunde. Ihre gesundheitlichen Wirkungen beruhen auf ihrer Fähigkeit, schädliche und überflüssige Dinge wie Schadstoffe oder zu viel Säure zu binden und aus dem Körper zu leiten. Das macht sich innerlich wie äußerlich angewendet bestens: Masken und Peelings mit Heilerde sorgen für reine und samtweiche Haut. Eingenommen bewährt sich das „Krümelmonster“ vor allem bei Problemen mit der Verdauung.

Erde, die heilt?

Klingt tatsächlich komisch. Keiner von uns käme schließlich auf die Idee, bei gesundheitlichen Beschwerden in Erde zu beißen – etwa in einen Maulwurfhügel. Heilerde ist aber keine gewöhnliche Erde, wie wir sie aus dem eigenen Garten kennen. Sondern es handelt sich dabei um einen Löss, einem feinen Pulver aus Gestein. Dieses hat seinen Ursprung vor Jahrtausenden, nämlich in der Eiszeit. Abgebaut wird diese spezielle Gesteinsmischung unter anderem an den Küsten der Ostsee.

Heilerde steht auf Bindungen

Ja, sie ist extrem bindungsfreudig. Mit ihren zahllosen feingemahlenen Partikeln besitzt sie eine gewaltig große Oberfläche. So lechzt sie geradezu danach, Verbindungen einzugehen. Das tut der Löss zum Glück für unsere Gesundheit bevorzugt mit unverdauten Nahrungsbestandteilen, überschüssigen Fetten und schädlichen Stoffen. Er bindet an sich, was raus soll – und Tschüss über den Stuhlgang.

Wo es auch zwickt

Dank ihrer Aufräumarbeiten verschafft Heilerde rasch eine spürbare Linderung: ob bei Aufstoßen, Blähungen, Durchfall, Sodbrennen, Magenschmerzen, Verstopfung, Völlegefühl und vielen anderen Symptomen, durch die sich eine gestörte Verdauung äußern kann. Auch bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizdarm oder Reizmagen ist dieses altbewährte Hausmittel eine wirksame Hilfe. Mit ihrem hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen stärkt Heilerde die Gesundheit und sie wirkt auch entzündungshemmend.

So geht´s …

Verwenden Sie bitte Mittel für den innerlichen Gebrauch (z. B. von Luvos). Rühren Sie davon einen Teelöffel in ein halbes Glas lauwarmes Wasser ein und trinken dies. Der „erdige“ Geschmack und das Knirschen im Mund (eben ein Krümelmonster) ist zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache. Vielen hilft es, wenn sie gleich danach mehrere Schlucke von einem Getränk mit angenehmem Geschmack trinken. Inzwischen gibt es auch Präparate als Granulat, die man unzerkaut schluckt und mit Wasser nachspült. In dieser Form wird die Einnahme um Einiges leichter.

Heilerde für den innerlichen wie äußerlichen Gebrauch erhalten Sie in Apotheken und Reformhäusern. Für eine nachhaltige Wirkung sollten Sie Heilerde zweimal täglich als Kur über drei bis sechs Wochen einnehmen.

Foto: © PhotoSG / Fotolia
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