Kurzkettige Fettsäuren: Hoffnung für Allergiker

Es gibt immer mehr Allergiker. Die Ursache für diese Fehlreaktion könnte im Darm liegen. Kurzkettige Fettsäuren spielen dabei eine Schlüsselrolle.

Die Zahl der Allergiker nimmt rasant zu.

Noch nie litten so viele Bundesbürger unter Allergien wie heute. Rund elf Millionen Deutsche klagen über Heuschnupfen. Bei vielen der rund acht Millionen Asthmatiker in der Bundesrepublik sind es Allergien gegen Tierhaare oder Hausstaub, die die Beschwerden auslösen. Woran liegt es, dass es immer mehr Allergiker gibt? Neueste medizinische Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Ursache im Darm liegt. “Als Ursache für die deutliche Zunahme allergischer Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten spielen möglicherweise Veränderungen im Mikrobiom eine entscheidende Rolle”, so Prof. Dr. Thilo Jakob von der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Dass ein verändertes Mikrobiom  mit Veränderungen des Immunsystems einher geht, die zu Nahrungsmittelallergien führen kann, haben bereits mehrere Studien gezeigt.

Kurzkettige Fettsäuren mindern Allergiesymptome

Wissenschaftliche Befunde zeigen, dass eine veränderte Darmflora auch an der Entstehung von allergischem Asthma beteiligt ist. So haben Kinder mit erhöhtem Asthmarisiko eine auffällige Zusammensetzung ihrer Darmflora. Im Stuhl findet sich beispielsweise deutlich weniger Acetat. Das ist ein Salz der Essigsäure, einer kurzkettigen Fettsäure und ein Stoffwechselprodukt der Darmbakterien. Kurzkettige Fettsäuren schützen nach neuesten Erkenntnissen vor Asthma, weil sie bei der Entzündungshemmung eine Schlüsselrolle spielen.

Schweizer Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass kurzkettige Fettsäuren wie Essigsäure, Buttersäure und Propionsäure eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Lebensmittelallergien spielen könnten. Die Fettsäuren wirken dämpfend auf die Entwicklung von Allergien und reduzieren deren Symptome.

Bakterienvielfalt im Darm senkt Allergierisiko

Je höher die mikrobielle Vielfalt, desto geringer ist offenbar das Risiko für allergische Erkrankungen. Denn zwischen dem Mikrobiom im Darm und dem Immunsystem gibt es einen direkten Zusammenhang. Der Schlüssel beim Ausbalancieren des Immunsystems und damit auch beim Schutz gegen Allergien ist die Fähigkeit der kurzkettigen Fettsäuren, die Darmflora gezielt positiv zu verändern und eine ungünstige Zusammensetzung der Darmbakterien zu korrigieren.

Auch die gezielte Einnahme kurzkettiger Fettsäuren kann helfen, die Darmflora positiv zu beeinflussen und so die angesprochene Schutzfunktion zu stärken. So ist bereits nachgewiesen, dass die Nahrungsergänzung mit kurzkettigen Fettsäuren vor allergischem Asthma schützt und Allergiker davon profitieren. In den Studien kam dabei hochreines Natriumpropionat zum Einsatz, das unter dem Handelsnamen Propicum® vertrieben wird.

Quelle: Flexopharm Brain

Foto: © Flexopharm Brain – Fotolia
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