Kurzkettige Fettsäuren vermindern Stress

Neun von zehn Deutschen leiden unter Stress. Wissenschaftler haben nun entdeckt, dass kurzkettige Fettsäuren unserem Organismus helfen, Stress zu reduzieren.

Stress kann auch über unseren Darm entschärft werden.

Sechs von zehn Bundesbürgern leiden in Folge von anhaltendem Stress regelmäßig unter anhaltender Müdigkeit, innerer Anspannung, Lustlosigkeit oder Schlafstörungen. Zu diesen Ergebnissen kam eine Umfrage der Krankenkasse Pronova BKK im Frühjahr 2018.

Irische Wissenschaftler haben jetzt auf der Suche nach wirksamen “Gegenmitteln” eine entscheidende Entdeckung gemacht: Eine ballaststoffreiche Ernährung spielt die Schlüsselrolle, um den Stresspegel im Körper zu reduzieren. Verantwortlich dafür sind so genannte kurzkettige Fettsäuren, die bestimmten Darmbakterien als Nahrungsgrundlage dienen.

Futter für schützende Darmbakterien

Unter kurzkettigen Fettsäuren versteht die Wissenschaft Essigsäure, Buttersäure und Propionsäure. Diese Stoffe dienen nach dem aktuellen Stand der Forschung besonders denjenigen Darmbakterien als “Futter”, die eine besondere Schutzfunktion für den Menschen haben. Sie können unter anderem Entzündungen im Körper verhindern und vor den schädlichen Wirkungen von Stress auf körpereigene Zellen schützen. Ein intaktes Zusammenleben der verschiedenen Bakterien schützt die Darmwand und verhindert, dass sie für Krankheitserreger durchlässig wird. Kurzkettige Fettsäuren können die Bakterien im Darm jedoch nur produzieren, wenn wir ausreichend Ballaststoffe essen. Genau hier liegt das Problem. Denn viele von uns schaffen die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Menge von mindestens 30 Gramm Ballastoffen täglich nämlich nicht. Die Lösung sind die Salze der kurzkettigen Fettsäuren.

Gezielte Aufnahme reduziert Stress

Forscher vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke haben in einer eigenen Studie herausgefunden, dass Propionat, das Salz der Propionsäure, im Körper ähnlich positive Effekte hat wie Ballaststoffe. Wird es der Nahrung gezielt zugesetzt, kann es Stress und dessen negativen Folgen messbar reduzieren. So zeigten Mäuse, die die kurzkettigen Fettsäuren als Ergänzung ihrer Nahrung bekamen, ein signifikant geringeres Stresslevel und weniger angstähnliches Verhalten. Zudem waren sie geselliger und verfügten über bessere kognitive Fähigkeiten.

Hochreines Natriumpropionat für medizinische Studien wird in Deutschland unter dem Handelsnamen Propicum® vertrieben. In den Studien diverser Gruppen empfehlen Forscher die Einnahme von zweimal 500 Milligramm Propionat täglich. Je eine Kapsel morgens und abends zum Essen.

Quelle: Flexopharm® Brain
Foto: © SONY DSC – Fotolia
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