Mit Naturmedizin gegen Darmkrebs

Naturmedizin kann das Risiko für Darmkrebs senken und bei dessen Behandlung mithelfen – indem sie schulmedizinische Behandlungen verstärkt und begleitet.

Naturmedizin bewährt sich auch bei Darmkrebs.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 50.000 bis 70.000 Menschen neu an Darmkrebs. Das Risiko für diese Erkrankung, medizinisch kolorektales Karzinom genannt, steigt mit dem Alter stetig an – der Höhepunkt ist im Alter von 70 Jahren. Die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung ist die Darmspiegelung. Dabei können Darmpolypen, aus denen sich ein bösartiger Darmtumor entwickeln kann, entzündliche Veränderungen und bestehende Tumore im Dickdarm sichtbar gemacht werden. Das Abtragen eventuell vorhandener Darmpolypen (siehe links im Bild) senkt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Insgesamt ist die Erkrankungsrate bei Darmkrebs in den letzten Jahren zurückgegangen. Aber: Laut Krebsregisterdaten des Robert Koch Instituts leben fünf Jahre nach Diagnosestellung nur noch etwa die Hälfte der Erkrankten https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Darmkrebs/darmkrebs_node.html).

Krebsentstehung gezielt vorbeugen

Jeden Tag entwickeln sich in unserem Körper Krebszellen. Ein gesundes Immunsystem kann diese jedoch eliminieren, also unschädlich machen. Versagen die Abwehrmechanismen gegen die Krebszellen jedoch, können sie sich im Körper ausbreiten. Wichtig ist es deshalb, die Mechanismen zu unterstützen beziehungsweise zu regenerieren, die den Krebs verhindern. Um uns vor Krebs zu schützen, gilt es also, dessen Entstehung im Vorfeld gezielt entgegenzuwirken. Dies ist der Ansatz, dem die Naturmedizin vorrangig Beachtung schenkt.

Hilfe aus der Naturmedizin

Darmflora sanieren

Bei Tumorerkrankungen findet sich vielfach eine veränderte Darmflora. Unter anderem fördert Schwefelwasserstoff Zellveränderungen und damit die Entstehung von Darmkrebs. Verantwortlich für die Bildung von Schwefelwasserstoff sind Sulfat-reduzierende Darmbakterien (SRB) und Chlostridien. Mit einer Sanierung der Darmflora lässt sich deren Wachstum eindämmen.

Vitaminmangel vermeiden und ausgleichen

Die ausreichende Versorgung mit Vitamin D, Selen, Folsäure und Vitamin B6 sollte stets gewährleistet und etwaige Mängel daran rasch ausgeglichen werden. Entzündungshemmende Stoffe wie Omega-3 Fettsäuren und Acetylsalicilsäure (Aspirin) reduzieren das Risiko für Darmkrebs ebenfalls.

Auf die Ernährung achten

In Afrika oder Asien leiden Patienten viel seltener unter Darmpolypen als in der westlichen Welt. Ganz offensichtlich fördern unsere Ernährung und unsere Lebensstil die Entstehung dieser Krebsvorstufe. Wer hier gegensteuert, beugt einer Darmkrebserkrankung vor. Das zeigen auch wissenschaftliche Untersuchungen: Sie wiesen nach, dass durch eine ballaststoffreiche Ernährung (mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag) mit viel Obst und Gemüse, wenig rotem Fleisch und Alkohol, krebshemmende Gene aktiviert werden können.

Interessant: Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln können gefährliche Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs vorbeugen. Das haben amerikanische Mediziner in einer vielversprechenden Pilotstudie bewiesen. Milchsäurehaltige Lebensmittel, wie Joghurt, Sauermilch, Dickmilch, Kefir, Sauerkraut helfen ebenso, Darmkrebs vorzubeugen.

Foto: © psdesign / fotolia.com

Mein Buch zum Thema, erschienen 2018 im Gräfe und Unzer Verlag!

Infos zum Buch unter: http://www.gu.de/buecher/bewusst-gesund-leben/gesunde-ernaehrung-abnehmen/1415060-faszination-darm/

 

 

 

 

 

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