Morbus Crohn: Getränke beeinflussen das Risiko

Nicht nur was wir essen, wirkt sich auf das Risiko aus, an Morbus Crohn zu erkranken. Auch Getränke sind relevant.

Getränke wirken sich auf Morbus Crohn aus.

Darüber, warum einige Menschen an einer chronischen Darmentzündung wie Morbus Crohn erkranken und andere nicht, gibt es bislang noch wenige fundierte Erkenntnisse. Gesichert ist, dass es Risikofaktoren für diese Erkrankung gibt. So senkt regelmäßige Bewegung das Morbus-Crohn-Risiko, während es die Einnahme von Antibiotika erhöht. Auch die tägliche Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Das gilt auch für die Getränke, die wir zu uns nehmen. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse wissenschaftlicher Studien von Forschern aus China. Sie fassten die Ergebnisse von 16 Studien zusammen, die sich mit dem Einfluss bestimmter Getränke auf das Risiko für diese Darmerkrankung auseinandergesetzt haben*.

Getränke auf dem Prüfstand

Wie wirken sich Kaffee, Tee, Alkohol und Softdrinks auf das Risiko für Morbus Crohn aus? Sehr unterschiedlich. Tee, sowohl schwarzer und noch mehr grüner, entfaltet eine schützende Wirkung. Denn jene Personen, die viel Tee trinken, haben ein geringeres Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken. Der Genuss von Kaffee und Alkohol wirkt sich neutral aus. Das heißt, es besteht kein Einfluss auf das Erkrankungsrisiko. Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei Softdrinks. Ihr Konsum fördert die Entwicklung eines Morbus Crohn: das Risiko ist dadurch deutlich erhöht.

Zu vergleichbaren Ergebnissen kam übrigens eine Untersuchung, die den Einfluss von Getränken auf die chronische Darmentzündung Colitis ulcerosa unter die Lupe nahm.

*Yang Y. et al. Beverage intake and risk of Crohn disease: A meta-analysis of 16 epidemiological studies. Medicine (Baltimore). 2019 May;98(21):e15795. doi: 10.1097/MD.0000000000015795.

Foto: © ange1011 / fotolia.com
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