Aus der Küchenapotheke …

Wenn der Bauch grummelt, hilft oft Essen. Denn viele Nahrungsmittel können Verdauungsbeschwerden lindern. Und das Schönste: Sie schmecken auch noch lecker.

Artischocke in Großaufnahme: Viele Nahrungsmittel können Magen-Darm-Beschwerden lindern. Z.B. durch die enthaltenen Bitterstoffe oder Fette.

Beschweren sich Magen, Darm oder die Verdauung insgesamt, müssen Sie nicht immer gleich in die Apotheke gehen oder Ihren Arzneischrank öffnen. Bei leichten Störungen genügt oft bereits der Weg in die Küche. Hier finden sich so manche Nahrungsmittel, mit denen Sie Ihre Beschwerden behandeln können. Probieren Sie doch mal …

Artischocke und Chicorée

Beide Gemüse enthalten viele Bitterstoffe, die eine wirksame Hilfe bei Verdauungsbeschwerden sind. Sie regen die Produktion von Speichel und Verdauungsenzymen an. Servieren Sie sich doch öfters mal gekochte Artischocken – besonders lecker sind die zarten Herzen – oder gedünsteten Chicorée.

Avocado

Dank ihrer wertvollen Öle ist sie eine wunderbare Hilfe für einen geschwächten und gereizten Magen. Weiterhin bringt sie damit die Verdauung in Schwung: Die Avocado-Ölen schmieren gewissermaßen die Darmbewegungen, die Peristaltik.

Banane

Bekanntlich ist die krumme Frucht vollgepackt mit gesunden Inhaltsstoffen und liefert rasch und anhaltend Energie. Auch für die Verdauungsorgane ist sie prima. Denn sie entfaltet eine schützende Wirkung auf die Schleimhaut von Magen und Darm, fördert zudem die Magentätigkeit. Bananen liefern außerdem Kalium, Magnesium und Kalzium, wichtige Nährstoffe für den Magen.

Joghurt & Co.

Sauermilchprodukte sind wie Balsam für einen gereizten und überforderten Magen. Darüber hinaus fördern sie mit ihren Milchsäurebakterien eine gesunde Darmflora und kurbeln die Verdauung an. Deshalb sind diese Nahrungsmittel auch ideal bei einem trägen Darm.

Kartoffel

Ein bewährtes Mittel bei allerlei Beschwerden mit dem Magen: am besten als Pellkartoffeln oder Kartoffelbrei. Von fettigen Bratkartoffeln oder Pommes sollten Sie aber lieber die Finger lassen. Gut sind auch gekochte und dann kalt gegessene Kartoffeln. Denn in ihnen bilden sich lösliche Ballaststoffe, welche die gesunde Darmflora fördern und die sich wie ein Schutzschild auf die Schleimhaut im Verdauungstrakt legen.

Papaya

Die leckere tropische Frucht enthält ein Enzym namens Papain. Es macht schwer verdauliche Speisen bekömmlicher, da es die Fett- und Eiweißverdauung aktiviert. Eben diese Wirkung unterstützt auch das Erreichen oder Halten einer schlanken Linie.

Reis

Gedämpfter weißer Reis ist die ideale Schonkost, wenn die Verdauung Ihnen Probleme bereitet – einerlei ob mit Durchfall, Sodbrennen, Übelkeit oder einem überlasteten Magen. Von Vollkorn- und Wildreis sollten Sie dagegen absehen, denn er wird bei einer geschwächten Verdauung oftmals nicht so gut vertragen.

Diese Nahrungsmittel machen´s schlimmer

Generell wird eine Ernährung, die reichlich Ballaststoffe liefert, allseits empfohlen. Richtig, denn sie sorgt nachhaltig für eine gute Verdauung. Leider kann dies bei bestehenden Verdauungsstörungen jedoch kontraproduktiv sein. Denn Vollkornprodukte, Keime und Nüsse sowie Rohkost und andere ballaststoffreiche Nahrungsmittel werden dann oft schlecht vertragen. Grund dafür ist, dass sie die Entwicklung von Gasen im Verdauungstrakt und damit Blähungen fördern. Zudem können sie zu Sodbrennen und Völlegefühl führen. Ist das Verdauungssystem eh schon gestresst, lassen Sie deshalb lieber die Finger davon.

Foto: © Roman Thomas – Fotolia

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