Schlüsselfaktor Ernährung – für eine gute Verdauung

Logisch: Was wir essen, beeinflusst unsere gesamte Verdauung. Hier verraten wir Ihnen, wie einfach Sie Ihre Ernährung magenfreundlich ausrichten können.

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Mit der täglichen Ernährung können wir positiv auf Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Verstopfung oder Schmerzen einwirken und sie sogar verhindern. Dabei sollten Nahrungsmittel und Getränke vor allem freundlich zum Magen sein. Denn er steht am Beginn der Verdauungskette und beeinflusst die gesamte weitere Verdauung immens. Wenn der Magen bereits gute Vorarbeit leisten kann, müssen die anderen Verdauungsorgane nicht mehr ganz so schwer arbeiten. Doch nicht nur, was wir essen, auch wie wir es tun, hat großen Einfluss darauf. Mit unseren Tipps können Sie Ihre Verdauung schon beim Essen unterstützen.

Fahrplan zur magenfreundlichen Ernährung

Häufig servieren:

  • fettarme Milch und Milchprodukte mit 1,5 % Fett
  • milder Käse bis 45 % Fett i.Tr.
  • weichgekochte Eier und fettarme Eierspeisen wie Rührei
  • mageres Fleisch (Geflügel, Kalb, Rind)
  • magere Wurstwaren wie Schinken, kalter Braten, Corned Beef, Bierschinken und Geflügelwurst
  • Süß- und Salzwasserfische mit wenig Fett
  • leichtes Weiß- oder Graubrot (möglichst nicht backfrisch/warm), feines Vollkornbrot ohne Körner
  • Kuchen und Backwaren aus Rühr-, Hefe- oder Quark-Öl-Teig, Baiser
  • fettarm zubereitete Kartoffeln (Pell- oder Salzkartoffeln), Kartoffelbrei, Kartoffelklöße
  • Reis jeder Art
  • Nudeln jeder Art
  • Obst nur reif und am besten gedünstet oder gekocht
  • Gemüsesorten, die nicht oder wenig blähen, wie Tomaten, Zucchini, Auberginen, Spinat, Karotten und Fenchel
  • fettarme Suppen und Soßen
  • kaltgepresste Pflanzenöle, Butter
  • Küchenkräuter (frisch, getrocknet oder tiefgefroren), milder Essig wie etwa Balsamico, Zitronensaft

Besser meiden:

  • Vollmilch und Milchprodukte mit über 20 % Fett (wie Sahne, Rahm)
  • fetthaltiger Käse mit über 45 % Fett i.Tr., Schimmelkäse, überreifer Weichkäse (wie Camenbert)
  • fettreiche Eierspeisen, Mayonnaise
  • fettes, geräuchertes, gepökeltes und scharf angebratenes Fleisch
  • fette, geräucherte und gepökelte Wurstwaren
  • geräucherte und fettreiche Fische wie Lachs, Aal
  • backfrisches Weiß- oder Graubrot, grobes Vollkornbrot
  • frisches Hefegebäck, fette Backwaren wie Sahne- oder Cremetorten, Schmalzgebackenes
  • fettreich zubereitete Kartoffeln wie Bratkartoffeln, Kroketten, Pommes frites, Kartoffelsalat mit viel Öl oder Mayonnaise
  • unreifes Obst und rohes Steinobst
  • blähende und schwerer verdauliche Gemüsesorten wie Knoblauch, Zwiebeln, Lauch- und Kohlgemüse, Paprika, Gurken und Hülsenfrüchte
  • fettreiche Suppen und Soßen
  • Margarine, Schmalz
  • Zwiebel- und Knoblauchpulver, Curry, Paprika, Pfeffer und Meerrettich in größeren Mengen, scharfe Gewürzmischungen

Und auch das wie entscheidet …

Lieber keine Extreme

Eine angegriffene Verdauung kann nicht auch noch Extreme vertragen. Heißt in der Praxis: Verzichten Sie auf sehr heiße und kalte sowie sehr saure, süße, salzige und stark gewürzte Speisen und Getränke.

Leicht verdauliche Zubereitung

Bevorzugen Sie gut bekömmliche Zubereitungsarten wie Kochen, Dämpfen, Dünsten oder Schmoren. Rösten, Frittieren, Panieren und scharfes Anbraten streichen Sie besser aus Ihrem Koch-Repertoire.

Langsam und in Ruhe

Essen Sie stets in Ruhe und nehmen Sie sich ausreichend Zeit dazu. Wenn Sie gerade unter Stress oder Zeitdruck stehen, verschieben Sie eine Mahlzeit lieber auf später. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Mahlzeit: Meiden Sie Ablenkung durch Fernseher oder Handy, setzen Sie sich immer hin, essen Sie niemals im Stehen oder gar im Gehen.

Gut gekaut ist halb verdaut

Kauen Sie Ihre Speisen stets sehr gründlich und ausreichend lange. Damit bereiten Sie den Speisebrei besser auf seine weitere Verdauung vor und nehmen Ihren Verdauungsorganen einiges an Arbeit ab.

Richtig viel trinken

Reichliches Trinken ist bekanntlich sehr wichtig und unterstützt auch die Verdauung sehr bei ihren Aktivitäten. Wichtig ist allerdings, den täglichen Bedarf an Flüssigkeit mit dem Richtigen zu decken. Meiden Sie möglichst Getränke mit (viel) Kohlensäure, reine Obstsäfte und eisgekühlte Getränke. Stattdessen bevorzugen Sie lieber Mineralwasser ohne Kohlensäure, Trinkwasser, verdünnte Obstsäfte, Gemüsesäfte und Kräutertees. Bei alkoholhaltigen Getränken und Kaffee sollten Sie darauf achten, dazu etwas zu essen. Das bremst die Aufnahme der Säure aus diesen Getränken.

Foto: © civil-foto.de – Fotolia

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