Was passiert bei einer Magenspiegelung?

Keine Angst vor einer Magenspiegelung. Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm werden dabei mit einem Endoskop untersucht. Komplikationen sind sehr selten.

Animation eines Mannes mit Magen und Speiseröhre: Bei einer Magenspiegelung, med. Gastroskopie, werden auch Speiseröhre und Zwölffingerdarm untersucht.Bei unklaren Beschwerden im oberen Bauchraum wird eine Magenspiegelung, medizinisch Gastroskopie, durchgeführt. Sie soll klären, ob und welche krankhafte Veränderungen vorliegen. Häufig kombiniert man diese Untersuchung gleich mit einer Darmspiegelung – damit werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

So bereiten Sie sich vor

Für die Untersuchung müssen Magen, Speiseröhre und Zwölffingerdarm frei von Speiseresten sein. Deshalb dürfen Sie ab 12 Stunden vor der Untersuchung keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Trinken können Sie, soviel Sie mögen, zumindest bis zwei Stunden vor der Magenspiegelung. Nehmen Sie blutverdünnende Mittel wie ASS oder Macumar ein, besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, ob und wie Sie diese Medikamente einnehmen sollen. Zahnersatz nehmen Sie vor der Spiegelung unbedingt aus dem Mund.

Ablauf der Magenspiegelung

Wenn Sie möchten, bekommen Sie vor der Untersuchung wie auch bei der Darmspiegelung ein Beruhigungsmittel; meist Propofol. Damit das Endoskop – ein flexibler Schlauch – nicht beschädigt wird, bekommen Sie einen kleinen Beißring aus Kunststoff in den Mund. Durch diesen wird das Endoskop in die Mundhöhle eingeführt und langsam über Speiseröhre und Magen hindurch bis zum Zwölffingerdarm vorgeschoben. Mit Hilfe einer kleinen Lichtquelle an der Spitze des Endoskops beleuchtet der Arzt die Oberfläche der Organe. Eine kleine Kamera fotografiert bzw. filmt und überträgt die Bilder sofort digital auf einem Bildschirm – so ist alles ständig im Blick. Durch den so genannten Arbeitskanal des Endoskops kann der Untersucher Instrumente schieben. Etwa eine kleine Zange zur Entnahme von Gewebeproben oder zur Entfernung von Polypen oder Tumoren. Die Untersuchung dauert insgesamt fünf bis zehn Minuten.

Mögliche Komplikationen

Die Magenspiegelung, wie sie heute durchgeführt wird, ist eine einfache und gefahrlose Untersuchung. Komplikationen treten nur selten auf. Was mitunter vorkommt, sind Schäden am Gebiss – allerdings nur bei locker sitzenden Zähnen. In sehr seltenen Fällen kann es während der Untersuchung zu Verletzungen der Schleimhaut kommen. Das führt dann zu kleinen Wunden und Blutungen, die aber in der Regel schnell wieder abheilen.

Foto: © psdesign1 / fotolia.com
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