Endometriose erhöht das Risiko für Depressionen

Die starken Unterleibsschmerzen bei Endometriose sind eine immense Belastung für die betroffenen Frauen. Sie sind deutlich gefährdeter, depressiv zu werden.

Endometriose ist schwerst belastend.

Depressionen sind eine schwere psychische Erkrankung, bei der die Betroffenen nicht mehr von allein aus ihrem Stimmungstief herauskommen. Sie empfinden Leere, Hoffnungslosigkeit und Angst und haben kaum noch den Antrieb, alltägliche Arbeiten auszuführen. Darüber hinaus treten Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder auch Kopfschmerzen auf. Depressionen werden durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ausgelöst. Zum einen spielt die Veranlagung eine Rolle, auf der anderen Seite kommen auch traumatische Erlebnisse oder chronische Überbelastung in Frage.

Endometriose ist oft immens schmerzhaft

Die Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die sich vor allem durch Schmerzen im Unterleib und Blutungen äußert. Außerdem kann sie die Fruchtbarkeit einschränken. Die Schmerzen sind meist während der Menstruation am stärksten, können aber auch unabhängig von den Blutungen auftreten. Wissenschaftler werteten jetzt die Ergebnisse von 24 Studien zum Thema Endometriose und Depressionen mit fast 100.000 Frauen aus. Sie fanden heraus, dass Frauen mit Endometriose häufiger an Depressionen leiden als gesunde Frauen. Die Depressionen hängen stark mit den Unterleibsschmerzen zusammen. Sie sollten deshalb in einem individuellen Kontext betrachtet und behandelt werden. So etwa durch Medikamente oder eine Psychotherapie – oder durch eine Kombination von beidem.

*Hadlaczky G. Depressive symptoms among women with endometriosis: a systematic review and meta-analysis. Am J Obstet Gynecol. November 2018. doi:10.1016/j.ajog.2018.11.123.
Foto: © M&M / fotolia.com
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