Neuropathie: was Sie wissen müssen

Bei einer Neuropathie sind die peripheren Nerven geschädigt. Die davon verursachten starken Schmerzen machen Berührungen oft nahezu unerträglich und schlaflos.  

Eine Neuropathie geht beträchtlich an die Nerven ...

Die Pein, die diese Nervenerkrankung verursacht, wird neuropathische Schmerzen genannt. Sie können sich prinzipiell am gesamten Körper einstellen. Besonders häufig sind sie an Beinen und Füßen sowie an Armen und Händen. Die Schmerzen sind meist brennend und stechend sowie mitunter sehr stark. Die schmerzenden Bereiche fühlen sich taub an, kribbeln und sind weniger empfindungsfähig als sonst. In Ruhe und während der Nacht verstärken sich die Schmerzen.

Weitere Beschwerden sind Störungen der Empfindungen und Muskelreflexe sowie Lähmungserscheinungen an den schmerzenden Bereichen. Häufig kommt es auch zu Muskelkrämpfen und einer Fehlstellung des Fußes. Eine Neuropathie kann Berührungen oft nahezu unerträglich machen und den Schlaf erheblich stören. Sie erfordert permanente Bewegung, um sie zu beruhigen und lässt insofern kaum Ruhestellungen zu. Zudem bereiten neuropathische Schmerzen zahllose Probleme im Alltag, unter anderem beim Autofahren oder Ankleiden.

Was dahinter stecken kann

Die häufigste Ursache für neuropathische Schmerzen ist Diabetes mellitus. Bei rund der Hälfte der davon betroffenen Patienten kommt es zu einer solchen so genannten diabetischen Neuropathie. Weitere Auslöser können Gefäßentzündungen, Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen sein. Auch durch Druckeinwirkung, beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall, kann es zu neuropathischen Schmerzen kommen. Nicht selten tritt eine Neuropathie auch als Nebenwirkung von Chemotherapeutika, allen voran Platinpräparaten, auf.

Diagnose einer Neuropathie

Die Schäden an den peripheren Nerven bleiben zu Beginn meist unbemerkt – das Tückische an dieser Erkrankung. Treten die Betroffenen schließlich den Gang zum Arzt an, führt dieser eine Reihe von Untersuchungen durch. Dazu gehört unter anderem eine Testung mit einer Stimmgabel. Damit wird geprüft, ob der Patient die Vibrationen noch über die Nerven wahrnimmt: Der Arzt hält dazu die zuvor angeschlagene und vibrierende Stimmgabel an die Knöchel von Händen oder Füßen. Weiterhin werden mittels eines Reflexhammers die Funktionen der Reflexe getestet. Auch die Temperaturwahrnehmung auf der Haut wird untersucht. Mit zur Diagnosefindung gehören auch Untersuchungen mit dem Elektromyogramm, das die Aktivität bestimmter Muskelgruppen prüft. Ebenso wird eine Elektroneurographie durchgeführt, um die Nervenaktivität zu testen. Ein Elektrokardiogramm (EKG) und eine Blutdruckmessung schließen den Reigen der Untersuchungen ab.

Lesen Sie in Kürze hier auf Journal Schmerz, wie eine Neuropathie behandelt wird.

Foto: © Spectral-Design – Fotolia.com
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