Wie Arthrose Ihr Gelenk schädigt

Der Abbau am Gelenk geht langsam vor sich. In diesen Prozess können wir eingreifen – wenn er rechtzeitig erkannt wird. 

Das Gelenk wird nach und nach von Arthrose geschädigt.

Arthrose ereilt keinen von heute auf morgen. Der Gelenkverschleiß ist vielmehr ein Prozess, der sich – das liegt in der Sache – über viele Jahre hinzieht. Zu Beginn sind die Beschwerden noch so harmlos, dass sie meist nicht wahrgenommen werden.

Denn wenn man sich morgens nach dem Aufstehen steif fühlt oder einem die Gelenke nach langem Sitzen wie eingerostet erscheinen, denkt man nicht gleich an Arthrose. Auch wenn es mal beim Joggen oder Radfahren im Knie schmerzt, wähnt man sich noch nicht als Arthrose-Patient. Das gibt sich wieder. Was es auch tut, um dann bald wieder und immer häufiger aufzutreten.

Ein langer Weg

Bis jede Belastung des Gelenks Schmerzen verursacht, dauert es. Dieser schleichende Verlauf ist das Tückische an dieser Krankheit. Nicht umsonst wird Arthrose so oft erst erkannt, wenn sie schon einigermaßen fortgeschritten ist – mitunter schlicht per Zufall, etwa im Röntgenbild. Fatal, denn durch frühzeitiges Erkennen und entsprechendes Handeln, sprich Behandeln, kann bei Arthrose viel gewonnen werden. Je früher die Therapie beginnt, desto aussichtsreicher ist sie. Daher ist es auch so wichtig, die Warnsignale einer Arthrose zu kennen. Und diese, falls man sie bei sich wahrnimmt, unverzüglich vom Arzt abklären zu lassen.

Frühstadium

Ausgangspunkt jeder Arthrose ist ein Defekt im Knorpelüberzug, der so genannte „Knorpelschaden“: Die Knorpelmatrix wird immer dünner, reißt hier und dort ein und rauht auf. Diese Schäden sind zunächst meist nur auf kleine Flächen begrenzt und verursachen entsprechend noch keine Beschwerden. Damit sind sie jedoch keineswegs harmlos. Denn selbst durch noch so kleine Knorpelschäden kommt es zu entscheidenden Veränderungen im Gelenk. Die noch gesunden Knorpelareale müssen die Aufgaben der geschädigten mit erfüllen – sprich, die Belastung mittragen. Dadurch ruht auf einigen Abschnitten des Gelenks eine Zusatzlast. Das bleibt auf Dauer nicht ohne Folgen: Die unter den erkrankten Knorpelbereichen liegenden Knochen werden angegriffen. Im Röntgenbild erkennbar durch Verdichtungen und Verhärtungen, was der Mediziner „subchondrale Sklerosierung“ nennt. Diese typischen Veränderungen am Knochen kennzeichnen den Beginn der Arthrose. Ohne Sklerosierung liegt per Definition „nur“ ein Knorpelschaden vor.

Erst wenn die Verdichtungen am Knochen vorliegen, spricht man von Arthrose. Die nun bereits deutlich spürbar sein kann. Denn die stellenweise rauen Knorpeloberflächen stehen einem reibungslosen Bewegungsablauf im wahrsten Wortsinn zunehmend im Weg. Dazu lösen sich kleinste Knorpelteile ab, gelangen in die Gelenkflüssigkeit und streuen weiteren Sand ins Bewegungsgetriebe. Diese Prozesse sind nicht nur schmerzhaft, sie haben auch den Nachteil, dass sie die Innenhaut am Gelenk angreifen. Das kann zu deren Entzündung und damit zu einem schnelleren Fortschreiten der Arthrose führen.

Zwischenstadium

Zwischen dem Früh- und dem Spätstadium können wie erwähnt viele Jahre liegen. Viele Arthrose-Patienten befinden sich dem zu Folge in einer Art Zwischenstadium – wie lange sich dieses hinzieht, ist individuell verschieden und auch davon abhängig, wie stark das geschädigte Gelenk belastet wird.

Indem der Knorpel nach und nach zurückgeht, wird der Druck auf den darunter liegenden Knochen immer höher. Das einzige Mittel, ihn auszugleichen, ist ihn besser zu verteilen: Die Gelenkfläche vergrößert sich und bildet dazu knöcherne Ausziehungen, Osteophyten genannt. Diese Auswüchse sind vielfach tastbar und sogar von außen am Gelenk zu sehen. Was solche deutlichen Veränderungen bewirken, lässt sich leicht ausmalen: Das betroffene Gelenk wird sukzessive unbeweglicher und der Knorpelschaden breitet sich immer weiter aus. Nach und nach verengt sich damit der Gelenkspalt. Die Patienten haben es nun bereits mit Schwellungen sowie mit Verspannungen der Muskeln rund um das erkrankte Gelenk zu tun. Die Schmerzen kommen und gehen.

Spätstadium

Steter Tropfen höhlt den Stein … Nach und nach ist die Knorpelschicht abgerieben worden. Die darunter liegenden Knochen liegen nun frei und ohne Schutz auf den Knochen der Gegenseite. Im Röntgenbild ist deutlich zu sehen, dass sich die Knochen direkt berühren. Auch die Gelenkknochen selbst haben sich gegenüber dem Frühstadium verändert – sind wesentlich dichter, härter und daher im Röntgenbild besser erkennbar. Sobald der Gelenkspalt vollkommen verschwunden ist, wird das betroffene Gelenk steif.

Übrigens: wer bereits unter Arthrose leidet, dem können Enzympräparate wie Wobenenzym® wirksam helfen.

Foto: © Dmytro Flisak – fotolia
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