Zahngesundheit: schmerzlos zubeißen

Auch Zahnärzte haben immer mehr ältere Patienten. Eine neue Sparte widmet sich deshalb der altersgerechten Zahngesundheit: schmerzlos zubeißen im Alter.

Zu seiner Zahngesundheit kann jeder selbst beitragen.

Wie in allen medizinischen Bereichen gehören auch zur Klientel der Zahnärzte immer mehr Ältere. So wird die altersgerechte Pflege der Zahngesundheit in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen. Zumal auch deshalb, weil die eigenen Zähne einer wachsenden Anzahl von Menschen bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Das ist der modernen Zahnmedizin zu verdanken, jedoch mit einigen Problemen behaftet.

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75 Prozent der 65- bis 74-jährigen Bundesbürger hat heute noch seine eigenen Zähne im Mund. Corega Tabs adieu… Die ältere Generation von heute und morgen benötigt die »Dritten« weit weniger als jemals zuvor. Das ist einerseits zweifelsohne erfreulich, andererseits der Wegbereiter für mehr Zahnerkrankungen. Wie sich bereits gezeigt hat, ist der Rückgang des Verlustes der natürlichen Zähne mit einem Anstieg von Karies an den Zahnwurzeln verbunden. Das Gleiche gilt für Parodontitis, früher auch Parodontose genannt. Diese Entzündung des Zahnbettes nimmt in der Altersgruppe 65plus stetig zu – vor allem auch schwere Formen davon. Das ist insofern so bedenklich, als dass solche ausgeprägten Störungen der Zahngesundheit das Risiko für Infektionen, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes sowie Lungenentzündungen deutlich erhöhen.

Zahngesundheit der Älteren sichern

Bereits vor einigen Jahren wurde die Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) gegründet. Deren Anliegen ist die Förderung einer gezielten und besseren zahnmedizinischen Betreuung von Hochbetagten, Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen.

Hausbesuch vom Zahnarzt

Inzwischen machen immer mehr zahnärztliche Praxen Hausbesuche. Das soll die Defizite bei der zahnärztlichen Versorgung von älteren Menschen mit Behinderungen und immobilen Patienten verbessern. Derartige mobile Behandlungseinheiten sind seit einigen Jahren in Deutschland aktiv. Sie bieten Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen auch außerhalb der Zahnarztpraxis die Möglichkeit, sich zahnärztlich behandeln zu lassen. Damit die mobilen Einsätze auch nachhaltig Erfolg bringen, arbeiten die Zahnärzte eng mit den Angehörigen und Pflegekräften der Patienten zusammen. Schließlich kommt ihnen auch bei der Zahnpflege eine bedeutende Rolle zu.

Richtige Zahnpflege im Alter

  • Am besten eine fluoridhaltige Zahnpasta verwenden.
  • Zur Reinigung sollte man sich Zeit nehmen und sich nach Möglichkeit dazu hinsetzen.
  • Hat die motorische Geschicklichkeit abgenommen, helfen individuell gestaltete Griffe der Zahnbürste oder elektrische Zahnbürsten.
  • Wichtig, gerade im fortgeschrittenen Alter, ist die regelmäßige Vorsorge. Auch mit Zahnersatz ist die zweimal jährliche Kontrolle beim Zahnarzt notwendig und übrigens auch kostenfrei. Das gilt auch für Röntgenbilder und Zahnsteinentfernung.
Foto: © Jenny Sturm / fotolia.com
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