Zahnschmerzen? Das hilft Ihnen sofort

Sie gehören mit zum Unangenehmsten, was uns ereilen kann. Deshalb sollten Sie wissen, wie Sie im Notfall mit Zahnschmerzen umgehen.

Zahnschmerzen sind immer ein Horror.

Keine Frage: Bei Zahnschmerzen führt kein Weg am Besuch der Zahnarztpraxis vorbei. Aufgrund der unterschiedlichen Ursachen und vor allem der Risiken für Zahnwurzelentzündungen oder Abszesse ist das ein Muss.

Die Schmerzen kommen jedoch meist überraschend. Was ist, wenn sie am späten Abend, in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen einsetzen? Der zahnärztliche Notdienst steht schließlich auch nicht immer parat …

Au Backe: das können Sie jetzt tun

Mit folgenden einfachen Maßnahmen schaffen Sie für ein paar Stunden Abhilfe, bis der Zahnarzt eingreifen kann.

  • Kälte von innen & außen: Von außen kann man Kühlpads auf die Backe legen und von innen Eiswürfel lutschen. So werden die Nerven betäubt und der Schmerz gelindert
  • Akupressur: Der beste Meridian-Punkt der Traditionellen Chinesischen Medizin gegen Zahnschmerzen ist „Dickdarm“ 4. Diesen kann man sich sehr gut selbst akupressieren: Wenn man Daumen und Zeigfinger zusammenpresst, bildet sich eine Falte. Der Punkt liegt am unteren Ende, an der dicksten Stelle auf der Zeigefingerseite der Falte. Mit dem Daumen der anderen Hand eine Minute lang kräftig massieren. Dann die Seite wechseln.
  • Tee: Entzündungshemmende Kräutertees wie Kamille und Salbei können getrunken oder zum Spülen verwendet werden
  • Schmerzmittel: Von Präparaten mit ASS (Acetylsalicylsäure) wird bei Zahnschmerzen abgeraten. Lieber sollten Patienten zu Paracetamol oder entzündungshemmendem Ibuprofen greifen. Allerdings auch nicht zu lange in Eigenregie Schmerzmittel einnehmen, sondern nur so lange, bis die Zahnarztpraxis wieder geöffnet hat.

Woher Zahnschmerzen kommen  können

Fast alle kennen das unangenehme Gefühl von Schmerzen in Zähnen, Zahnfleisch oder Kieferknochen. Bei Nacht können sich diese durch das Hinlegen noch verstärken, ebenso beim Essen bzw. Trinken von heißen sowie kalten Nahrungsmitteln oder bei Kaubelastung an der schmerzhaften Stelle. Treten die Schmerzen beim Essen auf, können sie Symptome einer Überreaktion auf Kaltes, Süßes oder Saures sein. Die Ursache für diese Überempfindlichkeit sind oft freiliegende Zahnhälse: Aufgrund unzureichender Mundhygiene und Bakterienbefall kann es zu einer Entzündung des Zahnhalteapparats kommen, die so genannte Parodontitis. Dabei zieht sich das Zahnfleisch zurück, was zu schmerzempfindlichen Zahnhälsen führt. Typisch hierfür sind Schmerzen und Bluten beim Zähneputzen. Wenn man auf etwas sehr Hartes beißt, kann es auch zu Mikrorissen im Zahn kommen – die Schmerzen sind dann stechend und akut. Auch Nebenhöhlenentzündungen, Ohrinfektionen oder Zähneknirschen können Ursachen für Zahnschmerzen sein.

Die häufigste Ursache für Zahnschmerzen ist jedoch Karies. Dabei haben sich Bakterien durch den Zahnschmelz gefressen, es entstehen „Löcher“, durch die weitere Bakterien oder Speisereste bis ins Mark vordringen können. Wenn dies zu spät oder gar nicht behandelt wird, breiten sich die Bakterien bis zum Nerv aus und es kommt zu einer Zahnwurzelentzündung, die noch schmerzhafter ist. Die Komplikation dieser kann wiederum ein Abszess sein – dabei breitet sich die Entzündung auf das umliegende Gewebe und den Kieferknochen aus und bildet dort Eiter. Symptome hierfür sind sehr starke, heiße Schwellungen und anhaltende Zahnschmerzen.

Tag der Zahnschmerzen immer am 9. Februar

Der internationale medizinische „Tag der Zahnschmerzen“ fällt jährlich auf den 9. Februar. Denn er ist der Todestag der heiligen Apollonia, die als Schutzheilige der Zahnärzte und Beschützerin vor Zahnschmerzen gilt.

Quelle: medicalpress

Foto: ©sensodyne
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