Was Sie über Olivenöl wissen müssen

Olivenöl ist überaus wertvoll. Deshalb sollten Sie im Umgang damit einiges beachten, damit die Qualität des “flüssigen Goldes” nicht leidet.

Mit dem so wertvollen Olivenöl sollte man richtig umgehen.

Als Erstes vorab ein paar wichtige Dinge zur Lagerung. Öl aus Oliven gehört stets in dunkle Flaschen. Grund dafür ist, dass auf diese Weise kein Licht einwirkt. Dieses kann nämlich zur frühzeitigen Oxidation führen – auf Deutsch gesagt, das Öl ranzig machen. Also: Zur längeren Lagerung verwenden Sie Blechkanister oder Tonflaschen. Was Sie in der Küche bei sich brauchen, können Sie in Glasflaschen abfüllen. Weiterhin achten Sie bitte darauf, das Olivenöl nicht zu kalt zu lagern; am besten bei Zimmertemperatur. Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass es ausflockt – weiße Schlieren bildet. Die lösen sich zwar bei Erwärmung wieder auf, aber besser lassen Sie es gar nicht so weit kommen.

Augen auf beim Einkauf

Achten Sie beim Einkauf darauf, dass das Öl ungefiltert ist (zum Teil ist dies auf dem Etikett vermerkt) und wann das Verfallsdatum ist. Letzteres gibt Auskunft darüber, wann das Olivenöl hergestellt wurde. In der Regel liegt das Verfallsdatum zwei Jahre nach dem Zeitpunkt der Herstellung. Auf diese Weise wissen Sie, wie alt, oder besser ausgedrückt, wie reif Ihr Olivenöl ist. Weiterhin einen Blick wert ist der Hinweis, wo das Öl hergestellt wurde: “Produziert und abgefüllt in” bedeutet, dass das Öl auch tatsächlich aus dem Ort stammt, der auf dem Etikett angegeben ist. Dagegen benennt “produziert und abgefüllt für” nicht unbedingt die eigentliche Herkunft des Öls, sondern lediglich den Vertreiber.

So kochen Sie mit Olivenöl

Im Hinblick auf die wertvollen Inhaltsstoffe des „flüssigen Goldes“ gilt es beim Kochen einiges zu beachten.

Nicht zu heiß

Olivenöl ist zwar sehr hitzestabil, sollte aber dennoch nie bis zum Rauchpunkt erhitzt werden – er ist ganz einfach daran zu erkennen, dass Rauch aus Pfanne oder Topf aufsteigt. Bei Erreichen dieses kritischen Punktes verändert sich die chemische Zusammensetzung des Öls. Dabei brechen die Fettsäureketten auf und für den Körper schädliche Stoffe werden freigesetzt.

Sehr junges Öl besser kalt

Öl bis zu einem Alter von einem halben Jahr sollte generell nicht erhitzt werden: Da die Fruchtfleischanteile noch nicht abgesunken sind, spritzt sehr junges Öl ansonsten stark.

Am besten bei Zimmertemperatur

Zimmertemperiert verbindet sich Olivenöl am besten mit den anderen Zutaten eines Gerichts. Deshalb die Ölflasche erst direkt vor dem Kochen aus der Speisekammer holen oder die benötigte Menge Öl abfüllen – auf diese Weise erwärmt sich nicht die gesamte Flasche Öl.

Weitere Tipps

  • Olivenöl niemals in geschlossenen Pfannen oder Töpfen erhitzen. Sonst besteht die Gefahr, dass es sich entzündet (gilt für alle Öle).
  • Während des Garens kein kaltes Öl zugeben, da sonst der Bratvorgang unterbrochen wird und das Bratgut an Saft verliert.
  • Das Öl immer als letztes an einen Salat geben, damit die anderen Zutaten zuvor ausreichend Gelegenheit hatten, sich zu verbinden. Zudem fallen Salate so nicht zusammen.
  • Wird eingefrorenes Brot vor dem Aufbacken mit etwas Leitungswasser und Olivenöl beträufelt, bekommt es eine knackige Kruste.
  • Frische Kräuter lassen sich gut in Olivenöl konservieren: waschen, gut trocknen und vollständig mit dem Öl bedeckt in einem Tongefäß aufbewahren.
  • Parmesan am Stück hält sich monatelang frisch, wenn er in einem verschlossenen Behälter mit Olivenöl bedeckt liegt.
Foto: © weyo / fotolia.com
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