Kinderwunsch? Dann ist Folsäure angesagt

Nur fünf Prozent der Frauen im gebährfähigen Alter haben ausreichend Folsäure. Dabei ist diese unerlässlich zur gesunden Entwicklung des Babys.

Folsäure ist unerlässlich für die Gesundheit eines Kindes.

Folsäure, Folat, spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel. Sie ist ein wichtiger Baustein bei der Neubildung von Zellen und deshalb an vielen wesentlichen Prozessen im Körper des ungeborenen Kindes beteiligt. Als außerordentlich wichtig erweist sich dieses Vitamin für die gesunde Entwicklung von Rückenmark und Gehirn des Babys. Mit ihrer Hilfe lässt sich das Risiko von Fehlbildungen des kindlichen Nervensystems, sogenannten Neuralrohrdefekten, deutlich verringern. Zu diesen Fehlbildungen zählt eine Spina bifida, ein offener Rücken. Er geht oft mit einem Hydrozephalus, einem „Wasserkopf“ einher. Auch die werdende Mutter profitiert von einer besseren Versorgung mit Folat. Dies verringert das Risiko einer Blutarmut bei der Geburt und die Gefahr einer Frühgeburt.

Folsäure häufig Mangelware

Viele junge Frauen können eine optimale Ernährung im Alltag nicht umsetzen. Einige ernähren sich mit einseitigen Diäten oder wegen einer Unverträglichkeit nicht wirklich ausgewogen. Die Folge: Sie sind oft nur unzureichend mit wichtigen Nährstoffen wie Eisen, Jod, Vitamin D oder Omega-3-Fettsäuren versorgt. Und eben auch mit Folsäure. Eine kürzlich vorgelegte Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) ergab, dass nur etwa fünf Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter Folatwerte aufweisen, die zum Schutz eines ungeborenen Babys vor Fehlbildungen notwendig sind. Dabei ist der Bedarf an Folsäure während einer Schwangerschaft deutlich erhöht. Der Grund: Der Embryo, die Gebärmutter sowie der Mutterkuchen, die Plazenta, wachsen und die Blutmenge nimmt zu.

Bisschen Salat hilft nicht …

„Mit ein bisschen Salat ist es jedoch nicht getan“, so Prof. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. Frauen, die schwanger werden wollen oder schwanger werden könnten, sollten sich folatreich ernähren und zusätzlich ein Folsäure-Präparat einnehmen. Auf diese Weise können sie erreichen, dass ihr Körper bereits zu Beginn einer Schwangerschaft optimal mit Folsäure versorgt und für den Empfang eines gesunden Kindes bereit ist.

Frauen mit Kinderwunsch, so die Empfehlung, sollten neben einer folatreichen Ernährung mindestens vier Wochen vor Beginn der Schwangerschaft mit der täglichen Einnahme von mindestens 400 Mikrogramm Folsäure in Form eines Präparats zu beginnen. Dies sollte gleich nach der Beendigung der Schwangerschaftsverhütung erfolgen. „Auch während des Stillens in den ersten drei Monaten sollte Folat ergänzt werden“, rät Prof. Koletzko.

Gute Quellen

Reichlich Folat findet sich in Rohkost, Obst und Blattgemüse, Kohl, Broccoli, Feldsalat, Fenchel, Spinat, Spargel, Vollkornprodukten, Sauerkraut und Kartoffeln. Als Faustregel gilt: Alle Gemüse und Salate, von denen die Blätter der Pflanze gegessen werden, dienen der Folatversorgung. Leider kann der Körper aber nur einen Teil der darin enthaltenen Folsäure verwerten. Außerdem ist die Folsäure in Gemüse, Obst oder Getreide ausgesprochen hitze- und lichtempfindlich und geht bei langem Kochen oder Warmhalten der Lebensmittel leicht verloren.

Wer seine Versorgung mit Folsäure sichern möchte, sollte Nahrungsergänzungsmittel damit einnehmen; z.B. Folsäure biosyn von biosyn Arzneimittel.

Foto: © Friday – Fotolia.com
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