Serie Vitalstoffe: Kalzium stärkt Nerven und Knochen

Kalzium ist einer der Baumeister unseres Körpers: Es ist essentiell für Knochen und Nerven. Ebenso wie für viele andere Reaktionen.

Kalzium steckt vor allem in Milch und Produkten daraus.

Dieser Mineralstoff hat für viele Strukturen und Abläufe in unserem Körper eine zentrale Bedeutung. So ist er etwa unerlässlich für den Aufbau der Zähne und stabilisiert das Knochengewebe. Indem Kalzium die Knochen stark macht, beugt es erhöhter Knochenbrüchigkeit, der Osteoporose vor. Weiterhin sorgt es dafür, dass unsere Muskeln durch Nervenreize erregbar sind und sich infolge zusammenziehen – Grundbedingung für jede Bewegung. Das Mineral ist auch essentiell für die Blutgerinnung. Denn damit sich die sogenannten Gerinnungsfaktoren im Blut miteinander verbinden, um Wunden zu verschließen, wird es als Brückensubstanz benötigt. Ohne freies Kalzium ist eine Gerinnung also nicht möglich und wir würden verbluten.

Kalzium beruhigt

Die Nervenzellen brauchen ebenso dringend Kalzium. Besonders dann, wenn wir durch hohe nervliche Anspannung nicht mehr richtig atmen. Die Folge: Der Körper hebt den pH-Wert im Blut an und puffert so den überflüssigen Sauerstoff weg. Leider fällt dann der Kalziumspiegel, und die Gefäße verengen sich – was das Nervenkostüm angreift. Das erklärt, weshalb Kalzium auch ein gutes Beruhigungsmittel ist. Wo wir gerade beim Nervensystem sind: Das Mineral unterstützt die Reizleitung im Nervensystem und reguliert die Ausschüttung von Nervenbotenstoffen und Hormonen. Darüber hinaus beteiligt sich Kalzium an der Zellentwicklung und -teilung, aktiviert viele Enzyme, reguliert unseren Blutdruck und hilft mit, das Säure-Basen-Gleichgewicht aufrecht zu halten.

Kalzium im Fokus

  • wichtig für Aufbau und Erhaltung von Zähnen und Knochen
  • mitverantwortlich für die Gerinnungsfähigkeit des Blutes
  • fördert viele Enzyme
  • unterstützt die Reizleitung im Nervensystem
  • ist am Immunsystem beteiligt
  • hilft beim Säure-Basen-Gleichgewicht mit

Wie viel Kalzium?

Der tägliche Bedarf ist altersabhängig. Kinder bis 4 Jahre benötigen laut DGE 600 mg, bis 9 Jahre 900 mg und bis 18 Jahre 1.200 mg. Erwachse brauchen bis 50 Jahre 1.000 mg und darüber dann 1.200 mg. Starker Genuss von Alkohol und Koffein erhöht den Bedarf, denn diese sind Kalzium-Killer. Auch bei Hochleistungssport und in der Schwangerschaft ist mehr Kalzium erforderlich.

Wenn Kalzium fehlt

Durch Kalziummangel kann es zu instabilen, brüchigen Knochen (Osteoporose), Nervosität, schlechterer Blutgerinnung und Wundheilung sowie zu Unausgeglichenheit und depressiven Verstimmungen kommen. Weitere Folgen sind brüchige Nägel und Haarausfall.

Wo es drin steckt

Milch, Quark, Käse und andere Milchprodukte sind die wichtigsten Kalziumlieferanten. Der Vorzug sollte übrigens fettarmen Milchprodukten gegeben werden, denn aus ihnen wird Kalzium leichter freigesetzt als aus Vollmilcherzeugnissen.

Foto: © mirco 1 / pixelio.de
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