Entrümpeln Sie sich durch Fasten

Viele schwören auf regelmäßiges Fasten. Verständlich, denn es entfaltet zahlreiche positive Wirkungen. Man fühlt sich wie neugeboren – körperlich wie seelisch.

Weg mit all dem fiesen Fastfood: Fasten!

Die Fastenzeit hat begonnen! Dieser zeitweise Verzicht auf die Nahrungsaufnahme hat eine lange und vor allem kulturübergreifende Tradition. In allen Kulturen und Epochen nutzte man diese selbst auferlegte Askese. Ob zu Heilzwecken, zur gedanklichen Einkehr oder als religiöses Ritual zur Reinigung oder Opferbringung. Heute und in unseren Breiten hat das Fasten meist gesundheitliche Aspekte. Für immer mehr Menschen gehören Fastenkuren fest zu ihrer Gesundheitspflege. Keineswegs nur in dieser Zeit des Jahres …

Körperlicher und seelischer Großputz

Fasten entlastet den gesamten Organismus, entgiftet und hilft, etwaige ungesunde Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Auch die Seele wird “entrümpelt”. Schließlich sammelt sich neben körperlichem auch einiger emotionaler Ballast an. Der lässt sich während der Auszeit vom Essen gleich mit “über Bord” werfen. Apropos: Bekanntlich sind Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Nikotin tabu. Für Raucher bietet sich in dieser Zeit mithin die willkommene Gelegenheit, ihrer Gewohnheit zu entsagen. Zumal der Körper beim Fasten intensiv von Giftstoffen befreit wird und die begehrten Rauchwaren gar nicht mehr so schmecken.

Fasten nicht immer und für jeden

Jeder Erwachsene, der gesund ist und sich leistungsfähig fühlt, kann einige Tage ohne feste Nahrung auszukommen. Es gibt allerdings auch Phasen im Leben und bestimmte Situationen, wo eine Fastenkur nicht zu empfehlen ist. Das trifft unter anderem für Zeiten großer beruflicher oder privater Belastung zu. Tabu ist das Fasten auch in der Rekonvaleszenz nach Operationen oder Unfällen sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit. Bei akuten Erkrankungen verbietet sich diese Maßnahme ohnehin von selbst, aber auch bei einigen chronischen Beschwerden ist Vorsicht geboten. So raten Experten etwa bei Depressionen, Schilddrüsenüberfunktion, Magengeschwüren und Essstörungen vom Fasten ab. Das gilt auch für Kinder und hochbetagte Menschen.

Es kann losgehen?

Sprechen keine Gründe gegen das Fasten, sind sieben Tage ein gutes Zeitmaß. Wer sich sehr fit fühlt, kann die Kur auch auf zehn Tage ausdehnen. Dann sollte man jedoch das Fasten beenden und die Ernährung langsam wieder aufbauen. Trinken Sie während der Fastenkur unbedingt ausreichend, mindestens 2 – 2,5 Liter täglich. Geeignet sind Wasser, Mineralwässer, Obstsäfte (ungezuckert und mit Wasser verdünnt) sowie Kräuter- und Früchtetees und vegetarische Gemüsebrühe. Vermeiden Sie es, morgens zu schnell aufzustehen. Stattdessen setzen Sie sich kurz an den Bettrand und stehen erst auf, wenn sich Ihr Kreislauf stablisiert hat. Gegen den fahlen Geschmack im Mund hilft das Gurgeln mit Heilerde (für den innerlichen Gebrauch z.b. von Luvos) sowie das Kauen von Petersilie oder Schnittlauch.

So läuft Ihre Fastenzeit ab

Einen Tag vor dem eigentlichen Fastenbeginn versuchen Sie auszuspannen und sich auf die folgende nahrungsfreie Zeit einzustellen. Auch der Körper sollte auf die kommenden Tage eingestimmt werden, indem Sie ausschließlich frisches Obst zu sich nehmen.

Den ersten Fastentag starten Sie mit einer gründlichen Darmreinigung. Dazu lösen Sie 30 Gramm Bitter- oder Glaubersalz in 1/2 Liter Wasser auf, geben einige Spritzer Zitronensaft dazu und trinken dies. Danach sollten Sie unbedingt zuhause bleiben, denn die Stuhlentleerung erfolgt sehr spontan und vor allem mehrmals hintereinander… Den Rest des Tages können Sie mit ausspannen, lesen, schlafen oder einem Spaziergang verbringen. Vermeiden Sie jedoch übermäßige Anstrengungen, warme Vollbäder oder Saunabesuche. Denn dies strengt den Kreislauf zu sehr an.

Tritt am zweiten Tag der Kur Hunger auf, trinken Sie ein Glas Mineralwasser oder einige Schlucke Buttermilch. Wenn das nicht hilft, führen Sie noch einmal ab. Bei leichtem Schwindel, der ein völlig normale Erscheinung beim Fasten ist, gehen Sie an der frischen Luft spazieren, legen sich hin oder erfrischen sich mit kaltem Wasser. Ihr Körper befindet sich jetzt in der Umstellungsphase, in der er seine Reserven angreift und in der auch der Blutdruck absinkt.

Am dritten Fastentag hat sich Ihr Körper umgestellt. Hungergefühle oder Kreislaufbeschwerden treten in der Regel nicht mehr auf. Ab jetzt können Sie auch wieder Sport treiben wie gewohnt, beispielsweise schwimmen oder wandern. Allerdings nicht übertrieben, sondern nur soweit es Ihnen Freude macht und bekommt. Die weiteren Fastentage verlaufen meist problemlos.

Nach dem Beenden des Fastens bitte nicht gleich wieder wie zuvor essen, sondern ganz langsam wieder auf mehr Kalorien umsteigen. Gut zum Fastenbrechen sind frisches Obst und vegetarische Gerichte sowie Suppen.

Lesen Sie hier auf Journal Ernährung, was es mit dem derzeit so angesagten Intervallfasten auf sich hat.

Foto: © Tijana – Fotolia
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