Unsere Ernährung beeinflusst das Diabetes-Risiko

Was wir essen, wirkt sich direkt auf die Gesundheit aus. Auch das Diabetes-Risiko wird von bestimmten Lebensmitteln gesenkt oder erhöht.

Was wir essen, nimmt Einfluss auf unser Diabetes-Risiko.

Warum jemand an Typ-2-Diabetes erkrankt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die Veranlagung, Umwelteinflüsse, das Lebensalter, das Körpergewicht und, wie jetzt belegt ist, die Ernährung. Wissenschaftler zeigten nämlich, dass bestimmte Lebensmittel einen Einfluss auf das Risiko für Typ-2-Diabetes haben.

Was wirkt sich wie auf das Diabetes-Risiko aus?

Die Forscher analysierten insgesamt 53 Meta-Analysen, bei denen mehr als 150 Zusammenhänge zwischen der Ernährung und dem Diabetes-Risiko untersucht wurden. Einige Studien erfassten zudem, ob zuckergesüßte Getränke oder Alkohol für das Erkrankungsrisiko relevant sind. In weiteren Studien ging es darum, herauszufinden, ob das Ernährungsverhalten oder die Ernährungsqualität Einfluss haben.

Spannende Ergebnisse

Als schützend erwies sich ein vermehrter Verzehr von Vollkornprodukten sowie Ballaststoffen aus Getreide ebenso wie ein moderater Alkoholkonsum. Risikoerhöhend war hingegen ein gesteigerter Verzehr von rotem Fleisch, verarbeitetem Fleisch (dabei speziell auch von Speck) und von zuckergesüßten Getränken.

  • Eine erhöhte Zufuhr von Vollkornprodukten (pro Anstieg um 30 g/Tag) und eine erhöhte Zufuhr von Ballaststoffen aus Getreide (Anstieg um 10 g/Tag) senkte das Risiko für Typ-2-Diabetes
  • Ein moderater Alkoholkonsum (12 bis 24 g/Tag) im Vergleich zu gar keinem Alkoholverzehr senkte das Risiko für Typ-2-Diabetes
  • Ein erhöhter Verzehr von rotem Fleisch (pro Anstieg um 100 g/Tag), verarbeitetem Fleisch (pro Anstieg um 50 g/Tag) und Speck (bei 2 Scheiben/Tag) erhöhte das Risiko für Typ-2-Diabetes
  • Ein erhöhter Verzehr von zuckergesüßten Getränken (pro Anstieg um 1 Portion/Tag) erhöhte das Risiko für Typ-2-Diabetes
*Schlesinger S. Role of diet in type 2 diabetes incidence: umbrella review of meta-analyses of prospective observational studies. BMJ. 2019 Jul 3;366:l2368. doi: 10.1136/bmj.l2368.
Foto: © adragan / fotolia.com
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