Willkommen zurück, geliebter Spargel!

Alljährlich wird der erste Spargel freudig erwartet. Ab sofort hat der „König unter den Gemüsen“ wieder Saison – bis 24. Juni.

Endlich, es gibt wieder Spargel.

Aspargus officinalis heißt botanisch, was zu den erlesensten und auch mit gesündesten Gaumenfreuden gehört. Nicht umsonst schätzten ihn bereits Ägypter, Griechen und Römer weit vor unserer Zeit zur allgemeinen Gesundheitspflege. Übrigens auch als Diät für Nierenkranke. Diese frühzeitige Bevorzugung haben sich die Stangen auch vollauf verdient. Denn außer zu entwässern und zu entschlacken, regen sie Verdauung und Nieren an und sind kalorienarm. Vom guten Geschmack ganz zu schweigen. Kurzum: Mit Spargel servieren wir uns Genuss und Gesundheit in einem.

Vitale Stangen

Spargel schmeckt nicht nur extrem lecker, er ist auch rundum gesund. Da er zu 95 Prozent aus Wasser besteht, hat er nur sehr wenige Kalorien. In hundert Gramm  gekocht stecken gerade mal 13 Kilokalorien. Wovon die Stangen reichlich haben, sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente: unter anderem Kalium, Phosphor, Kalzium sowie Natrium, Vitamin A, B1, B2 und C sowie Niacin. Die Wirkstoffe des Spargels wie etwa Aspargin werden zudem unter anderem gegen Blasen- und Nierenerkrankungen, Herzbeschwerden, Rheuma und Diabetes eingesetzt.

Kuren mit Spargel

Aspargus officinalis wird seit Generationen im Rahmen der sogenannten Frühjahrskuren eingesetzt. Diese Kuren heißen so, weil sie am besten nach den kalten Wintermonaten durchgeführt werden sollten. Unsere Großmütter nahmen zum Entschlacken das Wasser, das beim Spargelkochen im Topf bleibt und gaben es, so wie es ist, pur zu trinken. Für eine Spargelkur sollte man jedoch nicht nur das Spargelwasser trinken, sondern zwei Wochen lang täglich mindestens ein Pfund frischen Spargel essen – zubereitet nach den geschmacklichen Vorlieben.

Letzter Stichtag am 24. Juni

Die Spargelsaison endet am Johannistag, den 24. Juni. Nach diesem sogenannten Spargel-Silvester wird und sollte nicht mehr gestochen werden. Denn die Pflanzen benötigen ausreichend Zeit, um genügend Kraft für das nächste Jahr zu sammeln. Dazu entwickeln sich aus den Spargelstangen kräftige Büsche mit feinen nadelförmigen Blättern. Dieses Spargelkraut wird gerne in Blumensträußen als Ziergrün verwendet. Dem Spargel dient es als „Kraftwerk“: Er betreibt damit Photosynthese und sammelt auf diese Weise Energie. Ein Teil davon wird in den Wurzeln gespeichert. Damit kann der Spargel dann im kommenden Jahr wieder voller Kraft neu austreiben.

Ein wenig Spargelkunde

  • Geschälten Spargel spätestens am Tag darauf essen. Ungeschält hält er sich bei richtiger Lagerung bis zu sechs Tage: In ein feuchtes Küchentuch einwickeln und in das Gemüsefach des Kühlschranks legen.
  • Die Stangen nicht in der Nähe von stark riechenden Obst oder Gemüse aufbewahren. Denn sie nehmen schnell fremden Geruch und Geschmack an.
  • Spargel lässt sich problemlos einfrieren. Dazu schälen und in Tüten verpackt portionsweise einfrieren. Den gefrorenen Block dann zum Auftauen in kochendes Wasser geben.
  • Grüner Spargel ist gesünder als weißer, da er mehr Inhaltsstoffe und wertvolle Vitamine enthält. Grünspargel deshalb auf keinen Fall schälen, da die wertvollen Inhaltsstoffe direkt unter der Schale liegen.
Foto: © HLPhoto – Fotolia.com
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