Im Trend: Fleischersatz aus Hülsenfrüchten

Immer mehr Verbraucher greifen zu Fleischersatz aus Hülsenfrüchten. Klar: viel Fleisch essen ist out. Nicht nur bei Veganern und Vegetariern.

Fleischersatz kommt total in Mode.

Europas Lebensmittelhersteller nutzen Hülsenfrüchte wieder häufiger. Innerhalb von vier Jahren stieg die Anzahl von Produkten mit Bohnen, Linsen, Soja & Co. um 39 Prozent. Besonders erfolgreich ist Fleischersatz. Diese Produkte verzeichnen eine immense Wachstumsrate: stolze 451 Prozent binnen zwei Jahren auf dem europäischen Markt*. Der beachtliche Boom kommt nicht von ungefähr. Denn Fleisch sinkt zunehmend in der Gunst der Esser.

Fleischersatz zunehmend gefragter

Gammelfleisch, BSE, Antibiotika, qualvolle Massentierhaltung, gesundheitliche Risiken durch zu viele tierische Fette … Es gibt viele gute Gründe dafür, warum der Appetit aufs Fleisch gründlich vergeht. Und warum die Suche nach einem Ersatz für dieses so zentrale Nahrungsmittel auf hohen Touren läuft. Fündig wurde die Ernährungswissenschaft nicht erst seit gestern bei den Hülsenfrüchten. Ehedem als total langweilig und von anno dazumal geschmäht, erleben diese derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Das ist auch sehr gut so. Denn die unscheinbaren Körner haben es voll in sich.

Linsenpasta statt Steak

Richtig gelesen. Linsen und andere Hülsenfrüchte stehen Fleisch in Sachen Nährstoffgehalt in keinster Weise nach. Ganz im Gegenteil sind ihre Eiweiße, da pflanzlich, für unseren Körper besser zu verdauen und zu verwerten. Weiterer Pluspunkt sind die vielen Mikronährstoffe, die Hülsenfrüchte in sich bergen. Da macht es also durch viel Sinn, Fleisch durch sie zu ersetzen. Das sehen eben auch immer mehr Verbraucher so. Sie wollen ihren Fleischkonsum reduzieren und finden hier eine ideale Alternative. Die auch noch gut schmeckt und natürlich dementsprechend gut ankommt.

Die Daten sind Ergebnisse des europaweiten Forschungsprojektes TRUE, kurz für TRansition paths to sUstainable legume-based systems in Europe. Sein Ziel ist es, den Konsum von Hülsenfrüchten voranzutreiben und auch wissenschaftlich zu untersuchen. Daran beteiligt sind insgesamt 24 europäische Länder.

Weitere Information dazu finden Sie unter https://www.true-project.eu/.

Foto: ©sebra – Fotolia.com
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