Antidiabetikum hilft gegen Herzschwäche

Ein zur Therapie des Typ-2-Diabetes entwickeltes Antidiabetikum erweist sich als hochwirksam gegen Herzinsuffizienz. Das zeigen Studien zur Behandlung der Herzschwäche.

Ein Antidiabetikum hilft Patienten mit Herzschwäche.

Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 460.000 Patienten wegen Herzinsuffizienz in ein Krankenhaus eingeliefert, so häufig wie wegen keiner anderen Krankheit. Mehr als 40.000 Patienten verstarben 2016.

In den letzten Jahren sind zwar einige wirksame Medikamente zur Therapie der Herzschwäche entwickelt worden. Die Sterblichkeit und die Zahl der Krankenhausaufnahmen blieben dennoch hoch. Mit dem ursprünglich für Diabetes mellitus vom Typ 2 entwickelten Medikament Dapagliflozin wird sich das wohl bald ändern.

Antidiabetikum auf dem Prüfstand erfolgreich

Dapagliflozin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der SGLT 2-Hemmer. Die DAPA HF-Studie untersuchte die Wirksamkeit des Medikamentes jetzt auch bei Patienten mit Herzschwäche und verminderter Auswurfleistung, die nicht an Diabetes erkrankt sind. In die Studie waren  4.477 Teilnehmer eingeschlossen. Das Antidiabetikum reduzierte die Zahl der Todesfälle und Krankenhausaufnahmen wegen einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz. Zugleich verbesserte es die Lebensqualität bei chronischer Herzmuskelschwäche.

„Die überzeugenden Ergebnisse der DAPA-HF Studie werden die Therapie dieser schwer erkrankten Patienten maßgeblich verbessern und stellen einen weiteren Durchbruch in der kardiovaskulären Medizin dar“, so der Studienleiter und DGK-Pressesprecher Prof. Dr. Michael Böhm. Eine gute Nachricht für alle Patienten mit Herzschwäche …

Weitere Informationen unter www.dgk.org .

Foto: © aytuncoylum – fotolia.com
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