Wie gesund wohnen Sie?

Eine sehr wichtige Frage. Denn Hauskonstruktion und Materialien können durch Elektrosmog, Schimmelpilze und anderes das Wohnen durchaus zur Gefahr machen.

Wohnen beeinflusst die Gesundheit.

Das direkte Wohnumfeld hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit. Doch oft fehlt das nötige Hintergrundwissen, um Gefahren beim Wohnen auf den ersten Blick beurteilen zu können. Um diese Wissenslücke zu schließen, hat eine wohnmedizinische Forschungsgruppe an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe nun eine „Checkliste für gesundes Wohnen“ erstellt. Sie ist ab sofort im Internet frei zugänglich und richtet sich an Käufer und Mieter eines Wohnobjekts.

Was Wohnmedizin macht

Die Wohnmedizin beschäftigt sich mit den Einflussfaktoren auf das physische und psychische Wohlbefinden des Menschen in seinem Wohnraum. Ziel ist die Primärprävention und damit die Verringerung der Inzidenz von Krankheiten. Negative Einflüsse der Wohnumwelt sind zu vermeiden und positive Wohnumwelteinflüsse zu nutzen und zu fördern. Gesundheitsstörungen können so verhütet und bekämpft sowie das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Menschen erhalten und gesteigert werden. Auf Basis der Erkenntnisse zur Wohnmedizin ist die neue Checkliste entstanden:

http://www.checkliste-gesundes-wohnen.de

Diese Liste richtet sich an Käufer und Mieter eines Wohnobjekts. Sie wendet sich in erster Linie an fachfremde Personen, soll aber auch Baubeteiligten als Bewertungs- und Informationsinstrument dienen. Aufgeführt und abgefragt werden gesundheitsfördernde und -schädigende Einflüsse sowie wohnpsychologische Faktoren.

Wohnen bislang vernachlässigt

„Im Bereich der Arbeitsumgebung gibt es bereits zahlreiche Richtlinien zur Minimierung von Gefährdungspotenzialen. Der Bereich des privaten Wohnens hat hier nur wenige vergleichbare Vorgaben“, erklärt Prof. Dr. med. Manfred Pilgramm vom Lehrstuhl für Wohnmedizin am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Zusammen mit einer Gruppe Studierender hatte er die Idee, eine frei zugängliche Checkliste zu entwickeln, die als Leitfaden dient, um in einer Wohnung oder in einem Haus wohnmedizinische und baubiologische Grundsätze auf einfache Weise berücksichtigen und überprüfen zu können.

Foto: © Privat – Fotolia.com

 

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