So managen Sie Laktoseunverträglichkeit

Bei einer Laktoseunverträglichkeit lautet das Motto: Milchzucker konsequent meiden. Nicht so einfach, denn bei der Umsetzung lauern so manche Fallen.

Frau trinkt Kokosmilch – eine Alternative bei Laktoseunverträglichkeit Im Alltag müssen beim Verzicht auf Milchzucker einige Hürden genommen werden. Schließlich steckt der Stoff, der für manche ein Problem ist, keineswegs nur darin, wo man ihn vermuten würde. Leider ist Laktose auch in vielen vermeintlich „sicheren“ Lebensmitteln und mitunter auch in Medikamenten enthalten.

Experte in eigener Sache werden

Wenn Sie von einer Unverträglichkeit von Laktose betroffen sind, sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse ein Experte darin werden, wo es überall zu finden ist. Das sind wie eben erwähnt wesentlich mehr Produkte als gedacht. Sehr hilfreich ist es, sich professionell über alle möglichen Gefahrenquellen aufklären zu lassen: Das machen Ernährungsberater, die heute in vielen Arztpraxen mit im Boot sitzen oder eine eigene Praxis haben. Gehen Sie bitte zu einem zertifizierten Ernährungsberater; hier tummeln sich inzwischen leider so manche unprofessionelle Kandidaten. Manche Krankenkassen übernehmen übrigens heute die Kosten für die Ernährungsberatung oder beteiligen sich zumindest daran. Erkundigen Sie sich dazu einmal bei Ihrer.

Schreiben Sie auf, was Sie essen

Bei einer Laktoseunverträglichkeit zahlt es sich sehr aus, ein Ernährungstagebuch zu führen. Darin schreiben Sie akribisch auf, was und wie viel Sie gegessen und wie Sie es vertragen haben. Nach einiger Zeit ergibt sich dann ein klares Bild, welche Lebensmittel von Ihrem Speiseplan verschwinden müssen und welche bleiben dürfen.

Die üblichen Verdächtigen

Kritisch sind bei einer Unverträglichkeit von Milchzucker vor allem Fertigprodukte. So wird Laktose beispielsweise häufig Brot, Würzmischungen, Wurstwaren, Fertiggerichten wie Tiefkühlpizza, Kartoffelbrei und Cremesuppen sowie Süßwaren wie Bonbons und Speiseeis zugesetzt, um den Geschmack positiv zu beeinflussen oder die Haltbarkeit zu verlängern. Entsprechend müssen Sie die Zutatenliste von verpackten Nahrungsmitteln sehr sorgfältig lesen. Schließlich sind die Lebensmittelhersteller seit November 2005 gesetzlich dazu verpflichtet, alle Inhalte auszuweisen. Stehen da auf der Verpackung Milcheiweiß, Magermilchpulver, Casein, Molke oder Molkepulver müssen Sie vorsichtig sein. Denn da ist überall auch Laktose mit von der Partie. Übrigens wird Milchzucker auch häufig als Trägersubstanz bei Arzneimitteln eingesetzt. Deshalb studieren Sie auch den Beipackzettel gut und fragen Sie beim Apotheker nach – eventuell können Sie auf andere Präparate umsteigen.

Alternativen bei Laktoseunverträglichkeit

Es gibt einige Alternativen zur Kuhmilch auf pflanzlicher Basis. Denn diese bieten alle den enormen Vorteil, dass sie frei von Milchzucker sind. Auch bei einer bestehenden Allergie gegen Milcheiweiß sind die meisten pflanzlichen Milcharten verträglich.

  • Kokosmilch: In der braunen Nuss aus den Tropen steckt viel Gutes: neben ihrem Öl die tolle Milch. Sie hat einen angenehmen fruchtig-nussigen Geschmack und ist in den Tropen und Subtropen seit langem fester Bestandteil des Speiseplans. Kokosmilch ist vollgepackt mit vielen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Darunter befinden sich unter anderem zahlreiche Vitamine der B-Gruppe, reichlich Kalium, Natrium, Magnesium sowie Kupfer.
  • Mandelmilch: Zu den Vorzügen der Mandelmilch gehört allen voran ihr geringer Fett- und damit Kaloriengehalt. Weiterhin enthält sie kaum Eiweiß, weshalb sie auch für Menschen mit einer Allergie gegen Milcheiweiß gut geeignet ist. Natürlich hat die Mandelmilch auch einiges an Vitaminen zu bieten, nämlich die Vitamine B1, B3, B3, B5, B6, C und E. Letzteres, das Vitamin E, ist besonders reichlich vertreten, weshalb Mandelmilch gut für die Haut ist. An Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt uns diese Milch mit Magnesium, Kalzium, Eisen, Kalium, Zink und Phosphor.
  • Reismilch: Diese pflanzliche Alternative zur Kuhmilch wird aus Vollkornreis gewonnen. Er wird gemahlen, gekocht und dann fermentiert. Danach wird die fast fertige Reismilch gefiltert, mit Pflanzenöl versetzt und emulgiert. Trinken Sie morgens ein Glas davon und sie spendet Ihnen anhaltende Energie.
  • Sojamilch: Hergestellt aus Sojabohnen und Wasser, gehört Sojamilch in den asiatischen Ländern – besonders in China und Japan – zu den Lebensmitteln mit einer langen Tradition. Ein großes Plus dieser fettarmen Milch ist ihr hoher Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, die für unseren Körper sehr wichtig und gesund sind.

Foto: © Kzenon / Fotolia.com

Mein Buch zum Thema, erschienen im Gräfe und Unzer Verlag!

Infos zum Buch unter: http://www.gu.de/buecher/bewusst-gesund-leben/gesunde-ernaehrung-abnehmen/1415060-faszination-darm/

 

 

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