Verletzung? Sofort Pech-Regel anwenden

Bei Verletzungen von Muskeln und Gelenken zählt jede Minute. Deshalb ist sofortiges Handeln angesagt – als Erstes mit der Pech-Regel.

Verletzung? Gleich nach der Pech-Regel vorgehen.

Eine schnelle Erstversorgung hemmt die Entzündungsprozesse, die von der Verletzung ausgelöst werden. Das ist maßgeblich bestimmend für den weiteren Verlauf und die Heilung. Um umgehend und auch richtig nach dem Malheur aktiv zu werden, ist die sogenannte Pech-Regel konzipiert worden. Sie verhindert bei einer Muskel- oder Gelenkverletzungen weitere Schäden am betroffenen Körperteil und beschleunigt den Heilungsprozess erheblich.

 

Das ABC der Pech-Regel

Anders als ihr Name vermuten lässt, hat diese Regel nichts mit Pech zu tun. Die Buchstaben P, E, C und H stehen für vier Behandlungsschritte …

P für Pause

Nach dem Motto „es muss ja weitergehen“ die Zähne zusammenzubeißen, ist absolut kontraproduktiv. Denn wenn Sie tapfer weitermachen, riskieren Sie eine Verschlimmerung Ihrer Verletzung. Die Folge dessen ist eine merklich verlangsamte Heilung. Deshalb: Schluss mit Sport und den verletzten Körperteil umgehend ruhig stellen. Belasten Sie ihn erst wieder, wenn er im Ruhezustand komplett schmerzfrei ist.

E für Eis

Das A und O in der Erstversorgung ist die Kühlung. Was diese so wichtig macht, ist, dass sie die Freisetzung von Entzündungsmediatoren stoppt. Das hemmt die Entzündungsreaktion durch die Verletzung und verhindert die Ausdehnung des Gewebeschadens. Zudem verengt Kälte die Blutgefäße. Das vermindert Blutergüsse in das verletzte Gewebe und Schwellungen, da weniger Flüssigkeit austreten kann. Nicht zuletzt lindern Kälteanwendungen den Schmerz und machen so die Verletzung erträglicher. Bei der Kühlung sollten Sie nach der Maxime „kurz, intensiv und häufig“ vorgehen. Das heißt konkret: kühlen Sie so oft wie möglich, am besten jede halbe Stunde für ein paar Minuten. Dieses kurze Kühlen verhindert, dass es zu einer reflektorischen Weitung der Blutgefäße kommt. Sie würde eine vermehrte Durchblutung der verletzten Region bewirken, was alles andere als erwünscht für den Heilungsverlauf ist.

Am besten eignen sich zum Kühlen sogenannte Cold-Packs. Dabei handelt es sich um in Kunststoff verpacktes visköses Gel, das im Kühlschrank bequem gekühlt und mehrfach verwendet werden kann. Das Gute an den weichen Cold-Packs ist zudem, dass sie sich der zu behandelnen Stelle anpassen. Weitere Möglichkeiten zur Kühlung sind Eissprays oder schlicht Eiswürfel in eine Socke oder einen Handwaschlappen gefüllt. Haben Sie gar nichts anderes zur Hand, eignen sich auch kalte Umschläge: ein Stück Stoff mit kaltem Wasser tränken, auswringen und auflegen.

Wichtig beim Kühlen: Legen Sie Eis und Kältepackungen niemals direkt auf die nackte Haut. Denn dabei besteht die akute Gefahr lokaler Erfrierungen. Das Abdecken der betreffenden Hautregion, einfach mit einem Tuch, schützt davor. Allerdings minimiert die kurze Kühldauer die Risiken von Unterkühlung und Erfrierung. Eine zu gute „Dämmung“ der Kälte durch die Hautabdeckung sollten Sie deshalb ebenfalls vermeiden.

C für Compression

Eigentlich müsste hier der deutschen Sprache gemäß ein K für Kompression stehen. Doch wir bleiben international bei Compression … Dies bedeutet „Druck erzeugen, zusammendrücken“ und erfolgt mithilfe eines Kompressions- oder Druckverbandes. Das ist nichts anderes als eine elastische Binde, die sich in jedem Verbandskasten befindet. Diese wird um die verletzte Stelle angelegt und dient dazu, Schwellungen und Blutergüsse zu vermindern. Die Spannung des Verbandes darf jedoch nicht zu hoch sein. Spüren Sie ein Klopfen an der behandelten Region, heißt dass: Der Verband ist zu eng und Sie müssen ihn lockern.

H für Hochlagern

Die erhöhte Lagerung des verletzten Körperteils verringert seine Blutzufuhr. Das sorgt dafür, dass Blutungen reduziert werden. Zudem kann Flüssigkeit, die nach der Verletzung aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe ausgetreten ist, durch die Hochlagerung besser abtransportiert werden. Das minimiert Schwellungen und Schmerzen.

Übrigens: eine wirksame Hilfe bei Verletzungen bieten Enzympräparate wie z.B. Wobenenzym®.

Foto: © Simone Hainz – pixelio
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