Studie: Geld gefragter als Gesundheit

Mehr Geld steht vor Gesundheit ganz oben auf der Wunschliste der Bundesbürger. Zudem ist die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben gesunken.

Geld regiert die Welt.

Im Rahmen einer Studie des Marktforschungsinstituts Kantar Health wurden 2.000 Menschen zwischen 18 und 70 Jahren zu verschiedenen Gesundheitsthemen befragt. Am beeindruckendsten waren die Resultate in der Kategorie Zufriedenheit und Stress sowie beim Wohlfühl-Index.

Mehr Druck in der Freizeit als im Job

Stress stand bislang überwiegend mit beruflicher Überbelastung in Verbindung. Inzwischen empfinden jedoch immer mehr Menschen ihre privaten Termine jenseits der Arbeit als Last. So fühlen sich 26 Prozent der Bevölkerung in der Freizeit gestresst. Auffälligerweise trifft dies bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 39 Jahren häufiger, nämlich auf jeden Dritten zu.

Stress raubt Schlaf und Lebensfreude

Über sechzig Prozent der Bundesbürger haben Schlafprobleme. Das gilt allen voran für die 18- bis 29-jährigen – eben jene, die besonders unter Freizeitstress stehen. 72 Prozent von ihnen klagen über einen gestörten und nicht erholsamen Schlaf; bei den 60- bis 70-jährigen sind es nur die Hälfte. Abgesehen vom Schlaf fühlen sich in ihrer Freizeit gestresste Menschen insgesamt überbelasteter. 95 Prozent von ihnen empfinden eine stetige Alltagsüberforderung und gesunkene Lebensqualität – im Bundesdurchschnitt sind es deutlich weniger.

Geld ist am wichtigsten

Angesichts des hohen Stress-Levels müssten mehr Freizeit und Entspannung am begehrtesten sein. Fehlanzeige. Wenn sie einen Wunsch für ihr Leben frei hätten, wünscht sich ein Fünftel der Deutschen mehr Geld. 21 Prozent hätten gerne mehr Gesundheit und nur sechs Prozent mehr Freizeit. Eng an Geld gekoppelt erweist sich die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben.

Wohlbefinden gesunken

In den vergangenen zwei Jahren hat die Zufriedenheit in der Bevölkerung stark abgenommen. Waren 2014 noch 85 Prozent mit ihrem täglichen Leben “insgesamt zufrieden”, sind es 2016 laut Wohlfühl-Index nur noch 73 Prozent. Dabei sind Jüngere unter 30 und allen voran Menschen in wirtschaftlich schwächeren Regionen mit hohem Armutsrisiko deutlich unzufriedener mit ihrer Situation.

Vertrauen in Ärzte und Behandlungen schwindet

Nur etwa die Hälfte der Deutschen suchen bei akuten gesundheitlichen Beschwerden einen Arzt auf. Das trifft besonders auf jüngere Menschen zwischen 18 und 29 Jahren zu; sie nehmen an, ein Arzt könne ihnen ohnehin nicht helfen. So verwundert es nicht, dass jeder Dritte mit dem Volksleiden Rückenschmerzen sich nicht in medizinische Behandlung begibt. Nicht zum Arzt, sondern weiter zur Arbeit lautet die Devise auch bei Erkältungen: bei 82 Prozent der betroffenen Arbeitnehmern ist dies der Fall. Grund ist vor allem, die Kollegen nicht im Stich zu lassen, ein Fünftel hat Angst um seinen Job und 13 Prozent halten sich für unverzichtbar.

Der jährliche Gesundheitsreport steht im Mittelpunkt der im Herbst 2014 gegründeten “Alles Gute”-Initiative der Stada Arzneimittel AG.

Quelle: Pressekonferenz zum Stada Gesundheitsreport 2016 am 20.10.16 in Hamburg
Foto: © Mellimage – Fotolia
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