Wetter beeinflusst Herzschwäche

Unser Wetter hat Einfluss auf einige Erkrankungen, so etwa auf rheumatische Beschwerden – und auch auf Herzschwäche, wie gezeigt wurde.

Zwei Hunde in einer Regenpfütze: Das Wetter beeinflusst so manche Krankheit – so auch die Herzschwäche. Hoch im Anmarsch? Großer Temperaturabfall? Das bekommt auch unser Herz mit: Schon länger ist bekannt, dass das Wetter einen Einfluss auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben kann. Wie sich das Klima speziell auf Patienten mit Herzschwäche auswirkt, hat ein kanadisches Forscherteam untersucht*.

Was bewirken Temperatur und Luftdruck?

Eine Menge, wie die Studie herausfand. Sie untersuchte, wie häufig es während eines durchschnittlichen Beobachtungszeitraums von 635 Tagen bei Patienten mit Herzschwäche zu Krankenhausaufenthalten oder durch die Erkrankung bedingten Todesfällen kam. Insgesamt wurden 112.793 Patienten, dabei annähernd gleich viele Männer und Frauen, in die Untersuchung aufgenommen. Alle von ihnen waren über 65 Jahre alt und bekamen zwischen 2001 und 2011 eine Herzschwäche diagnostiziert. Über 60 Prozent der Studienteilnehmer litt an einer koronaren Herzkrankheit, KHK.

Risikofaktor kaltes Wetter

Das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt und das Sterberisiko stiegen, wenn die durchschnittliche Temperatur der letzten drei und der letzten sieben Tage gesunken war. Dabei stieg das Risiko um etwa in Prozent für jeden täglichen Temperaturabfall von 1 °C. Entsprechend was das Risiko für eine Verschlechterung der Herzschwäche in den kalten Monaten, Oktober bis April, größer als in den wärmeren Monaten, Mai bis September. Neben der Temperatur hatte auch der Luftdruck einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. War der durchschnittliche Wert des Luftrucks in den letzten sieben Tagen gestiegen, erhöhte sich das Risiko für eine Verschlechterung der Erkrankung: pro 1 kPa um 4,5 Prozent.

Fazit

Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Krankheitsverlauf bei Herzschwäche und Wetterbedingungen wie Temperatur und Luftdruck. Bei sinkender Temperatur und steigendem Luftdruck erhöht sich das Risiko für Krankenhausaufenthalte und Sterbefälle bei Herzschwäche-Patienten. Ein erhöhter Luftdruck ist häufig im Winter bei Nebel und tiefliegenden Wolken messbar.

* Vanasse A. et al. Effects of climate and fine particulate matter on hospitalizations and deaths for heart failure in elderly: A population-based cohort study. Environ Int. 2017 Sep; 106:257-266. doi: 10.1016/j.envint.2017.06.001.

Foto: © otsphoto – Fotolia

Tagged , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.