Sonnenvitamin als neues Migräne-Mittel

Vitamin D heißt auch Sonnenvitamin, da wir es bei Sonne selbst bilden. Zu seinem umfassenden Wirkspektrum zählt Schutz vor Migräne.

Das Sonnenvitamin ist auch eine wirksame Strategie gegen Migräne.

Alle Jahre wieder kommt die dunkle Jahreszeit und mit ihr die Frage nach dem Vitamin-D-Spiegel. Ist er wirklich so wichtig? Schadet zu wenig von dem Sonnenvitamin und wenn ja, was bringt die Nahrungsergänzung damit? Wichtige Fragen, die auch mit der Migräne zu tun haben. Denn bei ihrer Pathogenese, zu Deutsch Entstehung, spielen auch entzündliche Prozesse und Störungen im Immunsystem eine Rolle. Genau hier kommt Vitamin D ins Spiel: in seiner für die Funktion im Körper umgewandelten Form ist es in viele Bereiche des Immunsystems eingebunden. Zudem ist bekannt, dass Vitamin-D-Mangel mit einem höheren Risiko für Autoimmunerkrankungen einhergeht.

Hängt das Sonnenvitamin mit Migräne zusammen? Ja

Bisherige Untersuchungen dazu waren sich in dieser Frage uneins. Iranische Forscher untersuchten daher nun die Vitamin-D-Konzentration im Blut bei Migräne-Patienten. Sie fanden heraus, dass die Konzentration an Sonnenvitamin im Blut messbar im Zusammenhang zu Migräne steht. Hohe Konzentrationen daran gingen im Vergleich zu niedrigen Konzentrationen mit einem niedrigeren Risiko einher, an Migräne zu leiden. Interessanterweise haben Migräne-Patienten im Schnitt messbar niedrigere Mengen an Vitamin D im Blut.

Nun ist es also wissenschaftlich nachgewiesen: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Menge an Vitamin D und der Migräne. Dabei macht sich sozusagen jedes Tröpfchen bemerkbar. Denn mit je 5 ng/ml mehr Vitamin D im Blut sinkt die Wahrscheinlichkeit, an Migräne zu leiden, um 22%.

*Togha M. et al. Serum Vitamin D Status in a Group of Migraine Patients Compared With Healthy Controls: A Case-Control Study. Headache J Head Face Pain. October 2018. doi:10.1111/head.13423.
Foto: © Julydfg – Fotolia.com
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