Radfahren stärkt unser Herz

Ob auf dem normalen Fahrrad, dem Ergometer oder auch dem E-Bike: Radfahren ist ein optimales Training für Herz und Kreislauf.

Radfahren ist ideal zum Herz-Kreislauf-Training.

Regelmäßiger Ausdauersport gehört bekanntlich zu den besten Möglichkeiten, sich vor Herzerkrankungen zu schützen oder ein krankes Herz zu kräftigen. Besonders effektiv und schonend ist Radfahren. Denn es trainiert Herz und Lunge, verbessert die Ausdauer und kräftigt die Gesäß- und Beinmuskulatur. Zugleich ist Radeln gelenkfreundlich: Da das meiste Körpergewicht auf dem Sattel lastet, werden Hüft- und Kniegelenke geschont. Sehr herzfreundlich ist weiterhin der positive Effekt auf das Körpergewicht. Bereits eine halbe Stunde Fahrradfahren, mit einer Geschwindigkeit von 15-20 km/h in ebenem Gelände, verbrennt etwa 150 bis 250 Kilokalorien. Bei höheren Geschwindigkeiten oder Anstiegen lässt sich entsprechend mehr auf der Bilanz zum Abnehmen verbuchen.

Ein Herz-Check schützt vor Überlastung

Herzkranke sollten, bevor sie in die Pedale treten, ihr Herz untersuchen lassen. „Der Kardiologe kann mit Hilfe eines Belastungs-EKG die individuelle Belastbarkeit des Herzens sowie den passenden Trainingspuls ermitteln. Zudem kann er den Einfluss von Herzmedikamenten auf das Herz-Kreislauf-System und die körperliche Leistungsfähigkeit überprüfen“, so Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag, Leiter der Abteilung für Sportmedizin, Leistungsphysiologie und Prävention am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien. Bei Herzerkrankungen ist es zudem empfehlenswert, mit einem Pulsmesser aufs Fahrrad zu steigen, um die Herzfrequenz im Blick zu behalten und einer Überlastung des Herzens vorzubeugen. Denn wie bei einem Auto sollte die Herzfrequenz nicht in den roten Drehzahlbereich kommen.

Radfahren ohne Keuchen

Wer doch einmal ohne Pulsmesser mit dem Fahrrad, dem E-Bike oder auf dem Fahrradergometer unterwegs ist, kann sich an folgendem Ratschlag orientieren: Radfahren ohne Keuchen. Ein beschleunigter und tiefer Atem ist beim Radfahren sowie bei anderen Sportarten normal. Ohne Belastung wird das Herz-Kreislauf-System nicht trainiert. Beginnen Sie allerdings, auf dem Sattel zu keuchen und können sich nicht mehr unterhalten, ist das Training zu intensiv.

E-Bike: Trainingseffekt oder nicht?

Elektrofahrrad ist nicht gleich Elektrofahrrad. Wer von einem E-Bike spricht, meint in der Regel ein Pedelec, also ein Pedal Electric Cycle. Die meisten E-Bikes in Deutschland sind genau genommen Pedelecs. Pedelecs kombinieren Muskelkraft und Motor. Wer auf einem Pedelec unterwegs ist, muss zwar auch treten, hat aber den Vorteil, dass er sich bei Bedarf – etwa bei Steigungen – dabei unterstützen lassen kann. Man kann beim Pedelec den Motor auch ausschalten und „ganz normal“ Fahrrad fahren. „Von der optionalen Fahrunterstützung können Herzkranke profitieren, da durch die motorisierte Unterstützung eine zu intensive Belastung und somit eine Herzfrequenz im roten Drehzahlbereich mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung vermieden werden kann“, betont Prof. Scharhag. Das Radfahren kann so besser an die individuelle körperliche Belastbarkeit angepasst werden – für ein effektives, aber sicheres Training.

Weitere Informationen finden Sie unter www.herzstiftung.de/rad-und-herz.

Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V. www.herzstiftung.de  

Foto: © gilles lougassi / fotolia.com

 

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